Samstag, 24. März 2018

Drei aus dem Ruder






  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 12.03.2018
  • Verlag : Heyne
  • ISBN: 9783453418912
  • Flexibler Einband 400 Seiten
  • Genre: Roman 
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Vorab Hinweis: Zwar wurde uns vom Verlag ein kostenloses Leseexemplar zur Verfügung gestellt, dies hat aber keinerlei Einfluss auf unseree nachfolgende Meinung!




Vor einiger Zeit hatte mir der Verlag als Überraschung "Drei aus dem Ruder" zugeschickt. Meine Mama (also die von Hasi) hat sich das Buch sofort unter den Nagel gerissen, weil sie den Klappentext so spannend fand und die erste Rezension ihres Lebens geschrieben. Die wollen wir Euch natürlich nicht vorenthalten.

Geschichten über Frauen gibt es viele. Diese hat mich besonders berührt. Geschrieben hat sie Annette Lies und veröffentlicht wurde sie im Heyne Verlag.
Das ist mein erster Versuch einer Rezension. Wenn Ihr also das Buch später zur Hand nehmt, habe ich mein Ziel erreicht.

Um Ziele geht es auch in diesem Buch:
Stellen wir uns noch Ziele und wenn ja, welche?
Oder haben wir schon aufgegeben?
Was wollen wir noch erreichen, schaffen, erleben?

Die drei Frauen Henriette, Mieke und Coco haben  f a s t  nichts gemeinsam, nur, dass ihr Leben „aus dem Ruder gelaufen“ ist. In der Klinik Seeblick (wollen? sollen?) müssen sie das alte Fahrwasser verlassen. Hilfe wird ihnen zwar angeboten, aber nur sie alleine können den Kampf (u. a. eine Regatta) gewinnen und wieder ganz oben mitschwimmen, bzw. aufrecht (königlich) über das Wasser gleiten. Das hat etwas mit Balance zu tun, psychisch und physisch.

Am Ende ihrer Kur, die sehr turbulent verläuft, fragt sich jede der drei Frauen: Bin ich da, wo ich hingehöre? Die Antworten liegen in ihrer jeweiligen Flaschenpost, die sie zum Beginn ihres Aufenthaltes in den See geworfen haben.

Zuerst war ich skeptisch, ob ich bereit bin, der Schriftstellerin ihrer tief in die Seelen schauenden Analyse zu folgen. Gerade haben die 3 Frauen sich ein wenig entspannt und außerhalb des Heimes amüsiert, da holt sie ihre Vergangenheit wieder ein. Man ist versucht, in das Geschehen einzugreifen und den einen oder anderen „wohlgemeinten“ Rat zu geben. Immer wieder spitzt sich die Situation zu und alle Hoffnungen, Wünsche und Sehnsüchte scheinen im See zu versinken.

Dann, endlich, lässt Annette Lies ihre Protagonistinnen losrudern, kein Gedanke mehr an Vergangenes. Mit diesem Mut und dieser Kraft, entlässt sie ihre Heldinnen und uns aus der Geschichte.   

Annette Lies schafft es, den Spannungsbogen bis zum Ende der Geschichte aufrecht zu halten und hatte mich so voll im Griff. Ich konnte und wollte den Roman nicht mehr weglegen, und so wurde es eine lange Lesenacht. Ich empfehle dieses Buch allen Frauen, weil es Mut macht, nie aufzugeben.

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