Sonntag, 29. April 2018

Wie eine Nuss mein Leben auf den Kopf stellte

 

  • Autor: Alexa Hennig von Lange
  • Gebundene Ausgabe: 240 Seiten
  • Verlag: Thienemann Verlag
  • ISBN-13: 978-3522184410
  • Empfohlenes Alter: 10 - 12 Jahre
  • Genre: Kinderbuch










INHALT:

Lisa wächst sehr behütet auf, denn ihre Mama wurde als Kind einmal entführt. Ihre Eltern haben nun Angst, dass auch ihrer Tochter etwas passieren kann. Deswegen versuchen sie ihr Kind so gut es geht zu beschützen. Das nervt Lisa total und dann muss sie auch noch mit ihren Eltern wegziehen. Weg von ihrer besten Freundin und ab ins „Rentner-Paradies“ - ein neues Leben ohne Kinder.

Als sie eines Tages erfährt, dass aus einem verlassenen Herrenhaus ein Waisenhaus werden soll, lässt sie ein Gedanke nicht mehr los:
Ein Haus ohne Eltern – das klingt nach Freiheit und Abenteuer!

Sie muss sich das Haus und die Kinder dort genauer anschauen. Ehe sie sich versieht, landet sie dort aber auf der Krankenstation und das nur wegen einer einzigen Nuss! Lisa will nur noch nach Hause, aber sich wieder aus dem Haus raus schleichen ist gar nicht so einfach. Denn diese neue Welt hält mehr Abenteuer für sie bereit, als sie jemals für möglich gehalten hätte.

MEINUNG:

Lisa konnte ich sehr gut verstehen. Ihr Handy ist mit GPS ausgestattet, damit die Eltern jederzeit wissen, wo sie ist, wenn sie einmal alleine unterwegs ist. Als sie dann auch noch von ihrer besten Freundin Alice wegzieht, ist es natürlich noch schlimmer. Keine Freundin mehr in der Nähe, nur noch Rentner um sich herum und Eltern, die jeden Schritt überwachen. Das Lisa nun ein Abenteuer sucht, kann man doch wirklich verstehen. Im Waisenhaus muss sie dann schleunigst schauen, dass sie wieder von der Krankenstation nach Hause kommt. Gut das ihr da die Waisenkinder Siggi und Lasse, der auch noch so aussieht wie Lisa, zur Hilfe kommen.

Ich fand es sehr schön, wie die Kinder sich angefreundet haben. Das Lasse und Siggi nur den Wunsch hatten, „Einmal an einem Familientisch sitzen und gemeinsam zu Mittag essen“, fand ich wirklich traurig. Für Waisenkinder sind Dinge, di e für uns normal sind, etwas ganz besonderes.Gerade diese Unterschiede wurden hier sehr schön beschrieben.

Aber in dem Buch geht es auch um Freundschaft und die erste Liebe. Auch diese Themen werden sehr schön beschrieben. Hier hat mit sehr gut, der Streit zwischen Lisa und Alice gefallen. Auf der einen Seite Lisa, die denkt, dass sie von Alice einfach gegen Estelle ausgetauscht wird und Alice, die denkt, dass sie von Lisa im Stich gelassen wurde. Mittendrin steht dann Estelle, die Angst hat, Alice wieder zu verlieren. Ein großes Lob an den Klassenlehrer der Drei, der die Situation genau erkannt hat und den Kindern auf die Sprünge geholfen hat.

Was mich etwas irritiert hat, waren Lisas Eltern. Mich hat es wirklich gewundert, dass sie nicht einmal persönlich im Waisenhaus gewesen sind, da Lisa ja doch sehr oft dort gewesen ist. Das hat für mich nicht so gepasst, gerade weil sie Lisa ja so beschützen möchten.

Mein größter Kritikpunkt ist aber das Ende. Auf der einen Seite ein wirklich schönes Ende, dass man im Laufe der Geschichte schon erahnen konnte, aber für mich zu abrupt. Irgendwie war es so abgehakt und mir fehlen weitere Informationen. Wie ging es weiter? Was ist damals mit Lasse wirklich passiert? Alles Fragen, die mich brennend interessieren, aber leider nicht beantwortet wurden. Das fand ich sehr schade und hat mich wirklich enttäuscht zurückgelassen.

FAZIT:

Leider muss ich einen Punkt abziehen, da mir der Schluss nicht gefallen hat. Für mich hat da etwas gefehlt und er war mir zu schnell.

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