Sonntag, 8. Juli 2018

Herz und Tal





  • Taschenbuch: 400 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag (9. Juli 2018)
  • ISBN: 978-3453422308
  • Gerne: Liebesroman
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Vorab Hinweis: Zwar wurde mir ein kostenloses Leseexemplar zur Verfügung gestellt, dies hat aber keinerlei Einfluss auf meine nachfolgende Meinung.





Alles fließt

... nicht nur das Wasser die Wände runter in Emilias neuer Wohnung, weil die Bewässerungsanlage der Haschplantage ihres Obermieters kaputt ist, sondern auch ihre Tränen, wenn sie an ihren Ex-Freund zurückdenkt, der ihr seine Frau und die Kinder verschwiegen hatte. Ihr Neuanfang im Chiemgau steht also unter keinem guten Stern. Statt in Rosenheim landet sie in der Pension „Kastanienhof“ mitten im Nirgendwo mit Blick auf die Berge und den Chiemsee. Und ist sofort verliebt. Nicht nur die Gegend, auch die liebevoll ausgebaute Pension, die Wirtin Theresa und deren Zwillingsbruder Max sind bezaubernd. Vor allem letzterer bringt ihr Herz oft aus dem Takt, aber ihr Verstand sagt nein. Doch das Schicksal führt sie auch im Beruf immer wieder zusammen. Emilia ist Notärztin im Krankenhaus und Max Polizist. Sie laufen sich also zwangsläufig häufig über den Weg.

Max ist ein gestandener, netter, humorvoller Mann und bemüht sich ehrlich um Emilia. Doch die hat die Enttäuschung wegen ihres Ex noch nicht verarbeitet und Probleme, wieder Vertrauen zu fassen und eine neue Liebe zuzulassen. Dazu kommt, dass ihr Max etwas verheimlicht.
Sehr besonders ist die Beziehung, welche Max und seine Zwillingsschwester verbindet. Sie fühlen bzw. hören in ihrem Kopf oft, was der andere gerade denkt und stehen sich so auch über größere Entfernungen bei. Um diese Innigkeit habe ich sie sehr beneidet.
Auch Theresa ist ein „gebranntes Kind“. Ihre Mutter hat die Zwillinge mit 3 Jahren ihren Großeltern überlassen und ist verschwunden. Sie lässt zwar aller Jubeljahre von sich hören, aber eine echte Beziehung haben sie nie zueinander aufgebaut. Darum kann auch Theresa sich nicht binden und hält ihre Liebe geheim.

„Herz und Tal“ ist ein schöner, gefühlvoller Sommerroman, indem es um Liebe, Vertrauen und Neuanfänge geht. Auch wenn von Vornherein ungefähr klar ist, wohin die Reise geht, ist der Weg dahin sehr unterhaltsam und mit geschickten Wendungen gespickt. Jana Lukas hat einen angenehmen, heiteren Schreibstil. Ein Highlight sich die zum Teil sehr lustigen Notrufe, welche den Kapiteln voranstehen und von Emilia bzw. Max in ihren jeweiligen Berufen bearbeitet werden müssen.

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