Samstag, 1. September 2018

Countdown in Westerland






ISBN : B07GSKY76T
E-Buch Text : 211 Seiten
Erscheinungsdatum : 22.08.2018
Genre: Krimi
 

Werbung (gemäß §2 Nr.5 TMG)
Vorab Hinweis: Zwar wurde mir ein kostenloses Leseexemplar zur Verfügung gestellt, dies hat aber keinerlei Einfluss auf meine nachfolgende Meinung. 
 
 
 
Knudsen und Zander ermitteln wieder

Johnny Quandt ist Eventmanager auf Sylt und bereitet die Party des Jahres vor, als kurz nacheinander zwei Mordanschläge auf ihn verübt werden. Für ihn ist klar: Das kann nur sein härtester Konkurrent Alf Leefmann gewesen sein! Die Kommissare Knudsen und Zander ermitteln allerdings in alle Richtungen und nehmen auch Johnnys Mitarbeiter und seine Familie ins Visier – da hätten so einige ein Motiv ... Und dann gibt es wirklich eine Leiche!

Johnny ist ein ziemlich unsympathischer Zeitgenosse, sehr erfolgsorientiert, technikversessen und misstrauisch mit einem extremen Kontrollzwang. So hat er z.B. für sein hypermodernes Haus eine elektronische Assistentin und in seinem Büro hängt eine Lebensuhr, die den Countdown zu seinem ungefähren Lebensende runterzählt: „Mich spornt das dazu an, im Leben zu jedem Zeitpunkt alles zu geben. Immer das Beste.“ (S. 24).
Knudsen und Zander werden nicht wirklich warm mit ihm. Er scheint beratungsresistent und hält sich nicht an ihre Anweisungen. Zudem hat er sich so in seinen Verdacht gegen Alf Leefmann verbissen, dass er alle anderen Ansätze einfach abwinkt. Was seine Freundin und Prokuristin Eta an ihm findet, versteht keiner. Er ist eben ein Einzelgänger. Außer Eta halten nur seine Tochter Isa (sie himmelt ihn regelrecht an) und notgedrungen deren Lebensgefährte Alex zu ihm.
Die beiden eher gemütlichen Ermittler wurden von den rasanten Entwicklungen fast überrollt. Außerdem wandeln sie auf Freiersfüßen – nur leider funkt ihnen der Fall immer wieder dazwischen.

Bei ihren Nachforschungen „unterstützt“ werden sie eher gegen ihren Willen wieder von Zeitungsreporter EffEff (Friedrich Fliegenfischer) und Knudsens Bruder Okko. „Das bedeutet, die Kripo Wattenmeer wird um zwei selbsternannte Hilfssheriffs erweitert.“ (S. 67). Okko hat sich bisher erfolgreich vor jeder Arbeit gedrückt, aber der Job als verdeckter Spitzel in Johnnys Firma gefällt ihm. So schlecht ist es gar nicht, eigenes Geld zu verdienen. Er hat auch sofort eine eigene Geschäftsidee, mal sehen, ob er die im nächsten Band verwirklicht und was dabei alles schief geht.

„Countdown in Westerland“ ist schon der 5. Teil der Kripo Wattenmeer aus der Feder von Ulrike Busch. Diesmal zeigt sie eine erschreckend hochtechnisierte Welt, in der sich Gegner mit Drohnen ausspionieren, Arbeitgeber auf den PC´s ihrer Mitarbeiter Überwachungssoftware installiert haben und Roboter als Hausmädchen fungieren.
Die Handlung ist sehr spannend und lädt zum Miträtseln ein, wobei mich einige Wendungen echt zum Grübeln gebracht haben. Zwischendurch hatte ich sogar den Verdacht, dass sich Johnnys technische Spielereien gegen ihn verschworen haben. Mir gefällt auch der leise Humor, den die Autorin immer wieder einfließen lässt.
 

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