Dienstag, 30. Oktober 2018

Teufelsweiber. 100 Frauen, die die Welt auf den Kopf stellten


„Schwachheit, dein Name ist Weib!“ (W. Shakespeare)

 
von Carina Heer

Gebundene Ausgabe: 344 Seiten
Verlag: Benevento (Oktober 2018)
ISBN: 9783710900372
Genre: Sachbuch

Werbung (gemäß §2 Nr.5 TMG) / Vorab Hinweis: Zwar wurde mir ein kostenloses Exemplar zur Verfügung gestellt, dies hat aber keinerlei Einfluss auf meine nachfolgende Meinung.
 
 






Mit diesem und weiteren, wenig schmeichelhaften Zitaten beginnt Corina Heers Buch über 100 Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Kein Wunder, dass sie nach diesen Aussprüchen fragt: „Braucht es mehr der Worte, um zu erklären, weshalb ich dieses Buch geschrieben habe?“ (S.9) Nein. Definitiv nicht!

In einer sehr persönlichen, vielleicht auch willkürlichen Auswahl stellt uns die Autorin 100 „Teufelsweiber“ vor. Quer durch die Weltgeschichte, durch alle Zeiten und Kulturen, führen ihre kurzen Portraits von Frauen, die Geschichte geschrieben haben als Vorreiterinnen, Querdenkerinnen oder auch als echte Teufelsweiber - wenn ich so an Elisabeth Bárthory denke. Manche Persönlichkeiten wie Marie Curie, Ulrike Meinhof oder Kleopatra waren mir natürlich nicht neu, andere kannte ich nur dem Namen nach (Tomoe Gozen, Teuta…) oder sie waren mir völlig unbekannt. Die badende Susanna, die zwei Dorfälteste reizte? Nie gehört. Isadora Duncan? Ethelfleda? Lozen? Ebenfalls Fehlanzeige bei mir. Bei den beiden letzten hätte ich nicht einmal sagen können, ob es Menschen sind/ waren oder nicht. Umso spannender war es, im Buch zu stöbern und zu schmökern und neue Frauen kennenzulernen.

Im Schnitt stellt die Carina Heer die Frauen und ihre Geschichte auf 3 – 4 Seiten vor. Dabei folgt sie – zumindest für mich – keinem klaren Schema. Politische, wissenschaftliche oder anderweitig herausragende Persönlichkeiten sind kunterbunt durcheinander gewürfelt. Daher habe ich dieses Buch auch nicht vorne begonnen und mit der letzten Seite beendet. Ich bin vielmehr hin und her gesprungen, je nachdem, welcher Name mir gerade ins Auge fiel.

Carina Heers Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen, ich habe mich in keiner Zeile gelangweilt, selbst wenn ich die vorgestellte Frau nicht interessant fand, was allerdings sowieso kaum der Fall war. 
Soweit ich es beurteilen kann, hat die Autorin gründlich recherchiert und die zweifellos wesentlich längeren Lebensgeschichten sinnvoll und geschickt auf den wenigen Seiten pro Person zusammengefasst.

Insgesamt ein Buch, das unterhaltend, kurzweilig und doch lehrreich war. Über das ein oder andere Teufelsweib werde ich mich sicherlich noch weitergehend informieren.

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