Mittwoch, 17. Oktober 2018

Wahre Helden: Nicht kaputt, nur angeknackst

von Nadine Erdmann




  • Taschenbuch: 295 Seiten
  • Verlag: Angelwing Verlag; Auflage: 1 (5. September 2018)
  • ISBN-13: 978-3962610579
  • empfohlenes Alter: Ab 12 Jahren





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Dieses Buch wurde mir kostenlos vom Verlag zur Verfügung gestellt. Dies hat keinerlei Einfluss auf meine nachfolgende Meinung!


Svea muss mitten im Abitur die Schule wechseln und zu ihrer großen Schwester in eine WG ziehen. Trotz ihrer mangelnden Begeisterung lebt sie sich sehr schnell dort ein und freundet sich mit Jona an. Als sie auf Nik treffen, der sich auf der Straße durchschlägt, ist das Chaos an der Gefühlsfront  gesorgt. Jona und Nik haben beide ihre Geheimnisse und es bleibt zu hoffen, dass die Freundschaft dies aushält.

Nadine Erdmann und ihr neues Projekt. Die CyberWorld Reihe mag ich wahnsinnig gern und so war ich sehr gespannt auf dieses Jugendbuch.
Svea mochte ich total, ich konnte mich total gut in sie hineinversetzen, da ich von der Art her ähnlich bin. Immer gerade heraus, kein Blatt vor dem Mund, aber immer für ihre Freunde da.
Jona, ihr bester Freund der zudem noch schwul ist, kam verletzlich herüber, aber eben auch wie ein lieber Kerl, der von seiner Familie einfach wahnsinnig enttäuscht wurde und Nik, der den Kontakt zu seinem Vater für die letzten Monate vor seinem 18. Geburtstag abgebrochen hat, da es so einfach besser war. Er muss sich auf der Straße durchschlagen und findet in Svea und Jona und den restlichen WG-Mitbewohnern eine tolle Gemeinschaft.
In diesem Buch findet man ganz viele Botschaften, die zwischen den Zeilen stehen. Denn was macht einen „Wahren Helden“ aus?
Jeder dieser Drei ist ein wahrer Held und dies auf seine ganz eigene Art. Svea muss sich damit abfinden, ihre Mutter gehen zu lassen, obwohl sie das zum Kotzen findet. Sie steckt zurück, wechselt die Schule, obwohl sie das nicht wollte, doch aus Liebe stellt sie ihre eigenen Wünsche zurück und beugt sich dem Willen ihrer Mutter. Das dies dann positive Auswirkungen auf ihr Leben hat, kann sie zu Beginn noch nicht ahnen.
Jona ist ein Held, weil er seine Familie nicht aufgibt, obwohl sie ihn so mies behandelt hat und gibt alles für seine Liebe.
Und Nik lebt lieber in einer Ruine und spart sein Geld, um dann mit 18 durchstarten zu können und lebt für seinen Traum.
Alle geben alles, teils um ihre eigenen Wünsche oder die Wünsche der Anderen zu erfüllen und jeder steht für den Anderen ein und ist so für mich ein wahrer Held.
Es werden hier viele Themen verarbeitet, die nicht ganz einfach zu verdauen sind. Schon alleine, wie Eltern auf die Botschaft reagieren, dass ihr Sohn schwul ist. Muss das in der heutigen Zeit noch immer so sein? Und ich glaube, das passiert noch sehr oft.
Gewalt in der Familie ist ein weiteres großes Thema, das hier verarbeitet wird und wo dies hinführen kann, kann man hier auch lesen.
Es ist ein Buch, das zeigt, wie wichtig Freunde sind und das sie auch die eigene Familie ersetzen können. Es war eine wunderschöne Freundschaftsgeschichte und führt einen zurück in die eigene Jugend. Es zeigt wunderbar, wie es ist, erwachsen zu werden und das dies nicht immer leicht ist, aber eben auf eine ganz besondere Art und Weise.

Ganz anders als die anderen Büchern von Nadine Erdmann, aber auch auf seine Art einfach schön. Ein tolles Jugendbuch über das Erwachsenwerden und mit vielen versteckten Botschaften. Greift zu!

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