Mittwoch, 7. November 2018

Das Herz der Kämpferin


Spannend und mitreißend



von Adrienne Young

Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
Verlag: HarperCollins (Oktober 2018)
ISBN: 9783959672481 
empfohlenes Alter: ab 14 Jahren
Genre: Jugendbuch/ Fantasy



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Vorab Hinweis: Zwar wurde mir ein kostenloses Leseexemplar zur Verfügung gestellt, dies hat aber keinerlei Einfluss auf meine nachfolgende Meinung.





Seit Ewigkeiten schon sind die Riki und die Aska verfeindet. Regelmäßig treffen die beiden Völker auf dem Schlachtfeld aufeinander und es gibt niemanden, der nicht den Verlust eines nahen Verwandten zu beklagen hätte. Auch Eelyn, die Tochter eines Clanführers der Aska, ist zur Kämpferin erzogen worden. Vor fünf Jahren war sie dabei, als ihr Bruder Iri tödlich verletzt wurde und über die Klippe stürzte. Nun steht er in der Schlacht leibhaftig vor ihr – als Kämpfer an der Seite der Riki.

Sein Verrat trifft Eelyn schwer. Warum tötet er nun Angehörige seines eigenen Volkes?

Gleich mit der ersten Szene nimmt uns die Autorin Adrienne Young mit nach Aurvanger auf das Schlachtfeld, wo wir Eelyn und ihre Freundin Mýra kennenlernen. Beide wissen, dass sie sich blind auf die andere verlassen können. Sie sind mutig, stolz und ihrem Volk treu ergeben.

Als sie ihren Bruder auf dem Schlachtfeld wiedersieht, ist sie wie vom Donner gerührt. Kann er es tatsächlich sein? An der Seite der verhassten Riki? Eelyn will es genau wissen, hat sie doch lange um ihn geweint.

Eelyn ist eine starke Protagonistin, die ich gern mochte, auch wenn ich manches Mal vermutlich anders gehandelt hätte als sie. Der innere Konflikt, den Iris Verrat bei ihr auslöst, wird gut geschildert. Sich einfach freuen, dass er noch lebt und ihm verzeihen, das geht nicht so einfach. Leider ist es ausgerechnet Iri der für mich eher ein bisschen blass bleibt, aber damit ist er zum Glück auch der einzige.

Der Schreibstil von Adrienne Young ist fesselnd und mitreißend, mit gelungenen Beschreibungen sowohl von der Umgebung als auch den Charakteren. Oftmals habe ich mich bei ihren Schilderungen in ein Wikingerdorf versetzt gefühlt. Die Dorfgemeinschaft ist rau, aber herzlich und hält gegen jeden und alles von außen fest zusammen. Auch viele Namen klingen nordisch: Halvard, Fiske, Vidr…

Ein wenig skeptisch war ich bezüglich der auf dem Klappentext angedeuteten Liebesgeschichte, da es gefühlt kein Buch mehr ohne eine Romanze gibt. Doch die Skepsis war unbegründet, denn Adrienne Young gelingt es wunderbar die aufkeimenden, zarten Gefühle einzufangen. Dabei wird es niemals kitschig und die Liebesgeschichte rückt auch nie zu sehr in den Vordergrund.

Insgesamt kann ich sagen, dass mir „Das Herz der Kämpferin“ sehr gefallen hat und mich die Autorin mit ihrem Debüt überzeugen konnte: ein mitreißender Schreibstil, tolle Charaktere und ein großartiges Setting – was will man mehr?

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