Dienstag, 20. November 2018

Das Schicksal der Banshee


Schöne Geschichte mit kleinen Schwächen

 
von Alina Schüttler
 
 
Taschenbuch: 376 Seiten
Verlag: Tomfloor Verlag (November 2018)
ISBN: 9783964640093 
empfohlenes Alter: ab 12 Jahren
Genre: Fantasy/ Jugendbuch


Werbung (gemäß §2 Nr.5 TMG)
Vorab Hinweis: Zwar wurde mir ein kostenloses Leseexemplar zur Verfügung gestellt, dies hat aber keinerlei Einfluss auf meine nachfolgende Meinung.  
 
 
 
 
 
 
Schon immer hielten ihre Mitmenschen Abstand zu ihr, daher verwundert es Felicity nicht, als auch an ihrer neuen Schule niemand etwas mit ihr zu tun haben will – abgesehen von Bonnie, die mit ihr an einem Schulprojekt arbeitet, und Jack, ein Angestellter der städtischen Bibliothek. Letzterer ist es auch, der Felicity etwas Unglaubliches offenbart: Felicity ist kein normaler Mensch,sondern eine waschechte Banshee. Kein Wunder, dass die Menschen intuitiv die Nähe der Todesfee meiden.

Doch leider gibt es auch Parteien, die ein großes Interesse an ihr haben, allen voran der Schwarze Orden. Aus unbekannten Gründen jagen sie Felicity und bedrohen alle, die ihr nahestehen. Selbst in der Parallelwelt Aldean, in die sie Jack folgt, scheint sie nicht sicher zu sein, denn es droht Krieg mit den Anhängern des schwarzen Ordens. Je düsterer die Zeiten werden, desto mehr erfährt Felicity über sich selbst und muss sich klar werden, welchen Weg sie gehen will.

„Das Schicksal der Banshee“ ist das Debüt von Alina Schüttler. Ihre Geschichte ist gut durchdacht und flüssig erzählt, dennoch lag mir ihr Schreibstil nicht hundertprozentig. Ich hätte mir so einige Male mehr Ausschmückungen gewünscht, sei es bei simplen Beschreibungen der Landschaft oder auch bei wichtigen Ereignissen. Es wäre schön gewesen, hätte es für die Entwicklung der Charaktere und der Geschichte mehr Raum für Entfaltung gegeben; zum Beispiel beim Tod der ein oder anderen Figur. Gefühle kamen da bei mir nicht wirklich an, was sehr schade war. Allerdings kann ich sagen, dass es mir generell gut gefallen hat, dass nicht alle überleben. Im Gegenteil: in anderen Büchern ärgert es mich manchmal regelrecht, wenn alle Guten wie durch ein Wunder aus jeglicher Gefahr unversehrt hervorgehen.

Die Protagonistin Felicity mochte ich gern, auch wenn sie all das Neue in ihrem Leben erstaunlich gelassen aufnimmt. Viele andere – ich vermutlich auch - wären an ihrer Stelle wohl eher ausgerastet, aber vielleicht lässt ja auch der Banshee-Teil in ihr diese Gelassenheit entstehen. Jedenfalls habe ich von Anfang an mir ihr mitgefiebert und gehofft, dass alles ein gutes Ende nehmen wird.

Neben Felicity als Banshee treffen wir auch noch auf weitere mythologische Wesen, wie Madenion, den Pegasus oder auch auf den Kelpie – einen meiner Lieblingscharaktere des Buches. Die Einbindung dieser bekannten Wesen in die Welt von Aldean ist Alina Schüttler gut gelungen und ich bin sicher, wenn nicht gerade Krieg droht, ist Aldean eine wunderbare Welt.

Insgesamt kann ich sagen, dass mir trotz meiner Kritikpunkte am Stil, die Geschichte gut gefallen hat und ich Felicity gerne dabei begleitet habe, ihr Schicksal zu erkennen und ihren Weg zu finden. Ich bin schon gespannt, in welch magische Welt uns Alina Schüttler mit ihrem nächsten Buch wohl entführen wird.

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