Mittwoch, 26. Dezember 2018

Das Ende ist erst der Anfang

von Chandler Baker


  • Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
  • Verlag: Thienemann Verlag (17. Juli 2018)
  • ISBN-13: 978-3522202480
  • empfohlenes Alter: 13 - 16 Jahre
  • Genre: Jugendbuch



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Dieses Buch wurde mir kostenlos vom Verlag zur Verfügung gestellt. Dies hat keinerlei Einfluss auf meine nachfolgende Meinung!
 
In 23 Tagen wird Lake 18. Dann hat sie die Möglichkeit einen Menschen von den Toten auferstehen zu lassen. Lakes erste Wahl sollte ihr behinderter Bruder sein, denn er wäre danach wieder gesund. Doch dann geschieht das Unglück und ihre beste Freundin und ihr Freund sind bei einem Unfall ums Leben gekommen. Für wen soll sie sich entscheiden? Ist es überhaupt richtig, Gott zu spielen und über Leben und Tod zu bestimmen? Schafft sie es aus diesem Dilemma zu entkommen?

Lake ist ein fröhliches 17-jähriges Mädchen, das zusammen mit ihrer besten Freundin und ihrem Freund eine schöne Zeit verbringt. Doch als diese Welt auf einmal durch einen Unfall völlig aus den Fugen gerät, ändert sich alles. Denn in ihrer Welt gibt es die Möglichkeit einen Menschen von den Toten auferstehen zu lassen. Sie steht völlig neben sich, denn eigentlich hat ihr Bruder Matt Vorrang, er sitzt nach einem Unfall im Rollstuhl und wäre dadurch wieder völlig hergestellt. Sie würde aber lieber Penny oder Will zurückholen, denn ihr Bruder hat sich in den letzten Jahren zu einem wirklichen Ekel gemausert und Penny und Will bräuchte sie doch so viel mehr. Doch für wen soll sie sich entscheiden?
Für mich war dieses Buch eine echt tolle Sache, wie viele Menschen hatten nicht schon mal den Gedanken, jemanden, der gestorben ist, wieder von den Toten zu erwecken? Wohl fast jeder! Doch macht diese Geschichte so viel mehr mit einem, denn man fängt an, nachzudenken.
Lake ist völlig überfordert mit der Entscheidungsfrage und auch ich als Leser war ständig am Überlegen, wie sie sich entscheiden sollte. Die innere Zerrissenheit, die Gedankengänge und Überlegungen von Lake waren zu jederzeit nachvollziehbar dargestellt und man musste einfach mit ihr mitfühlen.
Sie lernt sich durch die ganze Sache auch selbst besser kennen, ebenso wie ihre Freunde und merkt, dass sie doch nicht alles wusste. Ihre Familie und auch die Eltern von Penny und Will versuchen sie zu manipulieren, was auch irgendwie verständlich ist. So vergehen die Tage und man ist die ganze Zeit am Rätseln, für wen sie sich entscheidet.
Ringo ist ein weiterer sehr wichtiger Protagonist der Geschichte und er ist mir mit jeder Seite mehr ans Herz gewachsen. Vom Leben gebeutelt, von der Mutter verschmäht und dennoch tritt er Lake mit wahnsinnig viel Herzlichkeit gegenüber. Er gibt ihr das, was sie in diesem Moment so dringend braucht, jemand der sie auffängt. Ich mochte die Verbindung, die sie miteinander eingehen.
Aber auch ihr Bruder Matt wurde im Laufe des Buches vom Griesgram und Ekel zu einem Menschen, der für das Buch eine große Rolle spielt. Seine Art und Weise, wie er mit Lake umgeht, versteht man spätestens zum Ende hin und man versteht im Nachhinein sein ganzes Verhalten.
Die Story wird aus der Sicht von Lake erzählt und gliedert sich rückläufig in die Zeit bis zu ihrem 18. Geburtstag. Immer wieder gibt es Rückblicke in die Zeit vor dem Unfall, so dass man die Freundschaft zwischen Penny, Will und Lake besser versteht. Zusammen mit dem großartigen Schreibstil fesselt einen die Geschichte vom Anfang bis zum Ende und mit jeder Seite fiel es mir schwerer, das Buch zur Seite zu legen.

Ein Buch das nachdenklich macht, bei dem man fühlt, was Lake fühlt, da es so großartig beschrieben ist und das einem klar macht, dass es doch gut ist, dass es diese Möglichkeit im wahren Leben nicht gibt. Großartige Idee einfach toll umgesetzt.

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