Samstag, 8. Dezember 2018

Du wolltest es doch


 

  • Autorin: 
  • Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
  • Verlag: Carlsen  
  • ISBN-13: 978-3551583864
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
  • Genre: Jugendbuch

Werbung (gemäß §2 Nr.5 TMG)   

Hinweis: Zwar wurde mir ein kostenloses Exemplar zur Verfügung gestellt,   dies hat aber keinerlei Einfluss auf meine nachfolgende Meinung!





INHALT:

Emma ist ein hübsches und beliebtes Mädchen und die Jungs reißen sich um sie. Sie genießt die Aufmerksamkeit sehr und möchte auch immer im Mittelpunkt stehen: Das Mädchen, das jeden herumbekommt.

Auf einer Party wirft sie Pillen ein, geht mit Paul ins Schlafzimmer und andere Jungs kommen hinterher. Einen Tag später liegt sie zerschlagen und mit zerrissenem Kleid vor ihrem Haus.
Sie erinnert sich an nichts mehr, doch die ganze Schule weiß Bescheid, denn es gibt eine Facebookseite mit eindeutigen Bildern.

Ist Emma wirklich selbst schuld, so wie alle sagen?  Was hat sie auch erwartet – Emma, mit dem ultrakurzen Kleid, die mit jedem Jungen etwas anfängt!

Ein aufwühlendes, vielfach preisgekröntes Buch.

MEINUNG:

Ich habe wirklich lange für meine Rezi gebraucht. Das Buch hat mich so aufgewühlt, dass ich gar nicht wirklich wusste, was ich schreiben soll. Auch jetzt fehlen mir eigentlich noch die Worte.

„Hallo, hier bin ich. Ihr müsst mich alle lieben!“

Emma war mir am Anfang sehr unsympathisch. Sie ist ein hübsch und sehr beliebt, aber so benimmt sie sich auch – eingebildet, arrogant und von sich überzeugt. Emma sucht ständig Bestätigung und will immer im Mittelpunkt stehen. Sie geht gerne auf Partys, ist keinem Jungen abgeneigt und wirft auch schon mal Pillen ein. Ihre ganze Art hat mir überhaupt nicht gefallen und ich wurde nicht wirklich warm mit ihr. 

Aber auch wenn ich sie nicht mochte, tat sie mir nach der Tat trotzdem sehr leid. Sie ist ein gebrochenes Mädchen, steht immer noch im Mittelpunkt, aber leider im negativen Sinn. Ihre Freundinnen ignorieren sie, die ganze Stadt redet über sie und die Bilder dieser Nacht Nacht kursieren im Internet. Die Autorin macht deutlich, was Soziale Netzwerke alles anrichten können. 

„Sie wollte es doch!“ „Sie hat es doch verdient!“

Auch wenn sie mit vielen Jungen ins Bett gegangen ist, gibt es keinem das Recht, sie zu vergewaltigen. Emma war durch die Tabletten nicht mehr zurechnungsfähig, wusste nicht, was mit ihr passiert und war den Vergewaltigern wehrlos ausgeliefert. Es ist schlimm was ihr passiert ist und es ist mit nichts zu entschuldigen. Umso verwirrter bin ich, weil ich eigentlich mit Emma mitfühlen müsste - und doch nicht konnte. Ich hatte ihr auch einmal einen Dämpfer gewünscht. Aber nicht so etwas! Egal wie sie sich vorher verhalten hat und wie unsympathisch sie ist. Sowas hat NIEMAND verdient.

Emma ist nach der Tat am Ende und muss ganz alleine damit fertig werden. Ihre Mutter will, dass ihre Tochter „es vergisst“ und funktioniert und ihr Vater kann sie nach der Nacht nicht mehr ansehen. Wie schlimm muss sowas sein, wenn man noch nicht einmal die Eltern als richtige Stütze hat?! Ich konnte die Eltern nicht verstehen und hätte sie sehr gerne mal geschüttelt und angeschrien. Man muss doch zu seinem Kind halten, es unterstützen und ihm Hilfe anbieten! Aber Nein, die Eltern haben nur Angst um ihren guten Ruf gehabt. Einfach nur schrecklich. Die Einzigen, die versuchen sie zu unterstützen, sind der Nachbarjunge Connor und ihr Bruder Brian. Doch Emma will  keine Hilfe annehmen und verkriecht sich immer mehr in ihrem Schneckenhaus.

Leider hat mir auch der Schreibstil nicht so ganz gefallen und die Sätze in den Klammern haben den Lesefluss gestört. Ein weiterer Kritikpunkt ist das Ende. Für mich ist es unfertig und lässt mich sehr traurig, wütend und ratlos zurück.

FAZIT:

Ein Buch, das mich auch Wochen nachdem ich es gelesen habe nicht loslässt und immer noch fassungslos macht.

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