Dienstag, 30. April 2019

Mademoiselle Coco und der Duft der Liebe

Buchdetails:

Erscheinungsdatum: 16.02.2018

Verlag: Aufbau Taschenbuch

Flexibler Einband: 496 Seiten

ISBN: 9783746633497

Genre: biografischer Roman







„An einem Fünften im fünften Monat des Jahres zeige ich meine neue Kollektion. Die Fünf passt also ganz hervorragend zu dem Parfüm meines Modehauses.“ (Auszug aus Mademoiselle Coco und der Duft der Liebe) 

Es ist wohl das legendärste, beliebteste und meistverkaufte Parfüm aller Zeiten - Chanel No.5.
Wie ist es entstanden und was verbirgt sich hinter der Geschichte einer Ikone des 20. Jahrhunderts.
Michelle Marlys „Mademoiselle Coco und der Duft der Liebe“ weckte auch aufgrund des nostalgischen Covers meine Neugier. Der Roman ist 2018 beim Aufbau Verlag erschienen.

Sie kommt aus ärmlichen Verhältnissen, ist die Tochter eines Hausierers und einer Wäscherin. Als ihre Mutter stirbt, ist Gabrielle, 12 Jahre. Ihr Vater gibt sie in ein von Nonnen geführtes Waisenhaus.
Trotzdem gelingt es dieser einzigartigen Frau, die sich Coco nannte, ein erfolgreiches Modeunternehmen aufzubauen. 
Die Geschichte beginnt im Jahr 1919, als Cocos Liebhaber, Boy Caper, bei einem Unfall ums Leben kommt. Sie ist krank vor Trauer.
Einzig ihr Traum von einem eigenen Parfüm in Gedenken an Boy, verleiht Coco Energie.
Durch Sergej Djagilew, Impresario der Ballets Russes, lernt Coco den Duft der russischen Zarin „Bouquet de Catherine“ kennen. Doch zunächst scheint es aussichtslos, die Bestandteile dieses Parfüms zu eruieren.
Schließlich ist es Cocos neuer Liebhaber, Großfürst Pawlowitsch Romanow, der sie mit dem Parfümeur Ernest Beaux bekannt macht. 
Es war die Geburtsstunde von Chanel No.5.

Bereits auf den ersten Seiten des Romans wird klar, dass die Zahl 5 eine große Rolle im Leben der Coco Chanel spielte.
Schon mit dem Prolog, der einen kurzen Einblick in Gabrielle’s Kindheit gewährt, hat mich die Buchautorin in den Bann ihrer Geschichte gezogen. 
Sie schreibt emotional berührend und fängt dabei das Zeitgeschehen zu Beginn der Zwanziger Jahre ein.
Nun ist dieses Buch keine umfassende Biografie.
Michelle Marly hat sich eine wichtige Etappe aus Cocos Leben herausgegriffen, die Faktenlage gründlich recherchiert und interpretiert. Herausgekommen ist ein gefühlvoller Roman, der Zeitgenossen wie Picasso und Strawinsky in Szene setzt und viele historisch belegte Informationen enthält.
Marlys Charakterdarstellung der Coco hat mir sehr gut gefallen. 
Was für eine starke Frau. Besonders beeindruckt hat mich Cocos Wissensdurst gepaart mit ihrer Zielstrebigkeit. Eine Frau, die wußte, was sie wollte und die den Impuls der Zeit erkannte.
Leider war ihr der Mann fürs Leben nicht vergönnt.
So bleibt Coco als „Mademoiselle“ in meinem Gedächtnis.

Eine beeindruckende Geschichte über den Duft der Liebe, den vermutlich noch Generationen nach uns kennen werden!
Chanel No5 - zeitlos und elegant, das Vermächtnis einer großen Frau!

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