Mittwoch, 3. April 2019

Zusammen wie Schwestern

von Gayle Forman




  • Gebundene Ausgabe: 288 Seiten
  • Verlag: FISCHER FJB; Auflage: 1. (27. März 2019)
  • ISBN-13: 978-3841422392
  • Genre: Coming of Age Roman/Jugendbuch






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Dieses Buch wurde mir kostenlos vom Verlag zur Verfügung gestellt. Dies hat keinerlei Einfluss auf meine nachfolgende Meinung!
 
Brit lebt mit ihrem Vater, dem Stiefmonster und ihrem Halbbruder zusammen. Doch da es in den Augen des Vaters immer wieder Probleme gibt, steckt er sie kurzerhand ins „Red-Rock-Internat. Es ist eine Einrichtung für Problemkinder. Die Betreuer sind grausam und die Therapiestunden sind der Horror. Doch wem kann sie vertrauen? Als sie V, Bebe, Martha und Cassie kennenlernt, helfen sie sich gegenseitig. Bei einem unerlaubten Ausflug von Brit, wird ihr klar, dass das Red Rock geschlossen werden muss. Doch dafür brauchen sie Menschen, denen sie vertrauen können.

Die Story selbst ist erschreckend, traurig und beklemmend. Die sogenannten Bootcamps sollen die Kinder wieder auf die richtige Spur bringen. So auch im Red Rock, aber die Maßnahmen, die die Betreuer dafür benutzen, sind eher menschenfeindlich. Zum einen müssen sich die Insassen von Level 1 bis Level 6 hocharbeiten und zum anderen an regelmäßigen Sitzungen und Konfrontationstherapien teilnehmen. Doch bei Regelverstößen rutschte man auch schnell wieder auf ein niedrigeres Level.
Brit muss sich erst zurechtfinden und herausfinden, wer auf ihrer Seite steht. So bekommt sie von V wertvolle Tricks und Tipps und kommt so auch mit Bebe, Martha und Cassie zusammen. Jede hat ihr eigenes Problem von zu viel Gewicht, Gefühle für das andere Geschlecht oder zu viel Kontakt zum anderen Geschlecht. Mittendrin ist Brit, deren Mutter vor einigen Jahren verschwunden ist.
Das Red Rock erinnerte mich irgendwie an die Serie „Orange is the new black“, ständig gibt es Strafen, die Mädchen wurden bis ans Äußerste gebracht, sei es in den Therapiesitzungen oder bei Gewaltmärschen. Die Betreuer waren grauenhaft und wollten die Mädchen einfach nur brechen.
Doch die Mädchen schließen sich zusammen und auch wenn sie immer wieder getrennt werden, versuchen sie alles, um sich gegenseitig zu unterstützen. Der Zusammenhalt wird durch ihre Ausgangssituation noch größer, doch trotz allem haben sie noch Geheimnisse voreinander. Sie sind wahnsinnig verletzlich, durch die Behandlung ständig unter Druck und lassen sich dennoch nicht unterkriegen.
Doch als Brit ihren unerlaubten Ausflug macht und Jed wieder sieht und dann auch noch etwas mit Martha passiert, beschließen sie, dass es so nicht weitergehen kann. Red Rock muss geschlossen werden. Doch wie können sie alles an die Öffentlichkeit bringen?
Das Buch war gut, die Idee auch und dennoch konnte es mich nicht ganz abholen. Ich habe es schnell gelesen, doch kam die Geschichte für mich nicht voran. Es wühlt einen schon auf, doch kamen die Gefühle doch nicht vollends bei mir an. Zum Ende hin wurde es dramatischer und es fühlte sich nach mehr an, doch das hat nicht alles wieder herausgeholt.
Interessant war, wie die Autorin auf die Idee gekommen ist und man möchte sich gar nicht vorstellen, dass es solche Einrichtungen tatsächlich gibt. Wer hier das wirkliche Problem darstellt, die Kinder, die Eltern, die Erziehung oder die fehlende Aufmerksamkeit, sei mal dahingestellt. Ganz unwahrscheinlich ist es nicht, denn man sieht ja auch immer mal im Fernsehen, diese Bootcamps, wo ich mich immer frage, was in der Familie falsch läuft, um meinem Kind so etwas anzutun.

Gute Idee, doch sprang bei mir der Funke nicht ganz über. Es war gut, aber eben nicht überragend. Perfekt für Zwischendurch!

1 Kommentar:

  1. HI
    deine Meinung fand ich gut, auch wenn ich fünf Sterne gab, so braucht es auch mal etwas kritischere Leserinnen :).
    Deswegen verlinkte ich dich unter meine Rezension, falls du das nicht magst, meld dich gerne :).
    Grüße Nicole

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