Dienstag, 4. Juni 2019

Atalan - Geschichten aus Nian



Gelungene Fortsetzung


von Paul M.Belt

Taschenbuch: 300 Seiten
Verlag: Hunter Verlag (März 2019)
ISBN: 9783947086573
empfohlenes Alter: Ab 8 Jahren
Genre: All-Age-Fantasy


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Vorab Hinweis: Zwar wurde mir ein kostenloses Exemplar zur Verfügung gestellt, dies hat aber keinerlei Einfluss auf meine nachfolgende Meinung.



Während Nian, das Land der winzigen Nianianer ist, deren sogenannte Reiter auf Baumblättern durch die Lüfte reisen können, ist Atalan das Land der Riesen. Durch dieses Land zieht der urgalanische Krieger Martin mit einer ganz besonderen Nachricht für seinen König. Die Botschaft, die er tief im Herzen trägt, vermag große Veränderungen zu bewirken. Allerdings ist es nicht so einfach, zum König vorzudringen, und die Reise durch das geplünderte Atalan birgt vielerlei Gefahren.

Während Martin unterwegs ist, machen sich in Nian auch Ama und Sus auf den Weg. Die beiden kräuterkundigen Frauen begeben sich auf die Suche nach gleichgesinnten Schwestern und Brüdern. Auch ihre Reise ist nicht ganz frei von Gefahr, denn Vorurteile und Misstrauen herrschen auch in Nian.

Auch wenn es schon eine ganze Weile her ist, seit ich die ersten beiden Bände der „Geschichten aus Nian“ gelesen habe, hatte ich keinerlei Probleme mich direkt wieder einzufinden. Beide Erzählstränge vermochten mich gleichermaßen zu fesseln. Während bei Amas und Sus Suche die einzigartige Magie Nians immer präsent war, so ist Martins Reise ungleich düsterer. Zerstörung und Misstrauen begegnen ihm regelmäßig. Doch es wäre keine Erzählung aus dem Nian-Zyklus, wenn es Paul M. Belt nicht schaffen würde, auch in den dystopischen Zügen seiner Geschichte immer wieder einen Hoffnungsschimmer aufblitzen zu lassen, der einen fest auf ein versöhnliches Ende vertrauen lässt.

In diesem dritten Buch geht es nicht immer ganz so märchenhaft zu wie in den vorangegangenen Bänden, doch ist die beschriebene Gewalt, die kriegerische Auseinandersetzungen nun einmal mit sich bringen, auf ein Minumum beschränkt. Daher ist auch dieser Band wieder für jüngere Leser geeignet. Doch egal in welchem Alter, ich würde in jedem Fall empfehlen, mit den anderen beiden Bänden zu beginnen, da die Geschichte zwar in sich abgeschlossen ist, allerdings fürchte ich, dass es schwierig werden könnte, alle Zusammenhänge zu verstehen. Ama und Sus begegnen uns zum Beispiel bereits im „Lindenreiter“.

Die Aufmachung des Buches ist ebenfalls wieder sehr gelungen. Marion Marchewkas Illustrationen passen nicht nur inhaltlich zum Text, die Art der Zeichnungen spiegelt die Stimmung des Buches wunderbar wider.

Insgesamt kann ich nur sagen, dass mich Paul M. Belt mit „Atalan“ wieder vollends überzeugen konnte. Seine Geschichten lassen mich den Alltag zumindest für eine Weile vergessen und vermitteln mir einfach ein gutes Grundgefühl. Daher freue ich mich schon jetzt sehr darauf, mit Band 4 wieder ins nianianische Reich eintauchen zu können.

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