Samstag, 17. August 2019

Mama, nicht schreien!

von Jeannine Mik und Sandra Teml-Jetter




  • Broschiert: 224 Seiten
  • Verlag: Kösel-Verlag; Auflage: 3 (27. Mai 2019)
  • ISBN-13: 978-3466311132
  • Genre: Ratgeber Kinder/Eltern






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Dieses Buch wurde mir kostenlos vom Verlag zur Verfügung gestellt. Dies hat keinerlei Einfluss auf meine nachfolgende Meinung!


Mit Wut und Impulsivität in der Erziehung gekonnt umgehen!
Ganz oft eskaliert die Situation mit den eigenen Kindern und man ist wütend. Häufig bestimmen Ängste, Kränkbarkeit und andere Stressreaktionen den Familienalltag. Diese Emotionen führen schnell dazu, dass Eltern anders reagieren, als sie es sich eigentlich wünschen.
Dieses Buch soll den Eltern zeigen, wann sie erwachsen denken und wann sie in alte Muster fallen. So wird es möglich, den Kindern auf Augenhöhe zu begegnen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen.

Wer kennt es nicht, man ist wütend, hat Stress mit den Kindern und handelt, aber leider nicht so, wie man es sich wünscht. Im Nachhinein denkt man sich meist, dass man es auch anders hätte handhaben können.
So habe ich hier ein Buch erwartet, dass mir Lösungen anbietet, Strategien vermittelt und das Miteinander leichter macht. Ganz so, wie erhofft, habe ich es nicht bekommen.
Was mich sehr stört, ist der Titel! Mama, nicht schreien! Warum nicht „Mama und Papa, nicht schreien!“, denn auch im Klappentext werden die Eltern angesprochen.
Das Buch hat gute Ansätze und es bringt einen immer wieder zum Nachdenken und Reflektieren von sich selbst. Einerseits in der Vergangenheit, aber auch in den jeweiligen Situationen. Natürlich gibt es immer wieder Situationsbeschreibungen, die man mit Kindern kennt, doch wird hier teils sehr tief in der eigenen Kindheit gegraben, um das eigene Verhalten zu erklären. Es gibt bestimmt viele Familien, bei denen die Erziehung anders verlaufen ist, wie heutzutage, doch ich habe keine negativen Erfahrungen und werde trotzdem wütend. Die Reflektionen, warum man in diesen Momenten so reagiert finde ich für mich nachvollziehbarer. Denn häufig kann es ja schon einfach sein, dass man Stress auf der Arbeit, wenig Schlaf oder einfach noch nicht mal richtig wach ist und einfach in diesem Moment nicht belastbar ist.
Die Erklärung, was sich in einem Menschen abspielt, während man eine Wutattacke hat, fand ich sehr interessant und das werde ich auf alle Fälle mitnehmen, 90 Sekunden atmen und sich nicht auf die Wut einlassen.
Oft war es mir aber fast ein bisschen zu sehr in die Richtung schwere Kindheit und Probleme mit dem Partner, was ja nicht bei fast allen Eltern sein kann und wenn ich hier solch schwerwiegenden Probleme hätte, wäre ein Therapeut vielleicht die bessere Alternative, als dieses Buch zu lesen.
Es hilft einem in einem gewissen Maße, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen, zu überlegen was zu diesem Ausbruch geführt hat, die Wut nicht jedes Mal zuzulassen und sich etwas zu Erden, doch haben mir die Hilfestellungen gefehlt, die Tipps für den Alltag.

Es gibt den Spruch - wie es in den Wald hineinruft, so schallt es heraus – und dies ist garantiert richtig. Somit ist das Buch nicht verkehrt, nur bewegt es sich für mich zu sehr in der psychologischen Richtung und konnte mich, aufgrund der fehlenden praktikablen Hilfestellungen, nicht ganz zufriedenstellen.

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