Freitag, 30. August 2019

Midnight Blue

von L.J. Shen





  • Broschiert: 448 Seiten
  • Verlag: LYX; Auflage: 1. Aufl. 2019 (30. August 2019)
  • ISBN-13: 978-3736309920
  • empfohlenes Alter: Ab 16 Jahren
  • Genre: Liebesroman



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Dieses Buch wurde mir kostenlos vom Verlag zur Verfügung gestellt. Dies hat keinerlei Einfluss auf meine nachfolgende Meinung!






Alex Winslow ist ein Rockstar, ein abgestürzter Rockstar, der nach seinem Entzug zu kämpfen hat, in der Spur zu bleiben. Indigo Bellamy bekommt ein spezielles Jobangebot – sie soll für Alex den Babysitter spielen und auf seiner Tournee auf ihn aufpassen. Drei Monate liegen vor ihr, doch vom ersten Moment an knistert es zwischen ihm und Indie. Doch beide haben mit ihren eigenen Dämonen der Vergangenheit zu kämpen und sind nicht bereit, ihr Herz erneut zu riskieren.

Ein Buch mit einem Rockstar wandert immer sehr gerne auf meine Leseliste. So konnte ich auch bei diesem nicht Nein sagen.
Die Idee hinter der Story klang klasse. Rockstar mit Suchtproblemen gibt es wohl genügend, doch mit einer Aufpasserin war es für mich etwas neues.
Indie gefiel mir zu Beginn total, sie war eine vom Leben gebeutelte Person, die sich dennoch nicht alles gefallen lässt und immer einen Spruch auf den Lippen hat. Auch gegenüber dem großen Rockstar, der Tausende für sich vereinnahmt, hat bei ihr kein leichtes Spiel. Es war schön zu lesen, wie sie sich Alex gegenüber gegeben hat und sich gleichzeitig mit ihrer neuen Situation innerhalb der Band arrangiert. Doch im zweiten Drittel des Buches ändert sich ihr Verhalten leider sehr ins Negative.
Für mich ist sie ab diesem Zeitpunkt nicht viel mehr als ein beliebiges Groupie, das alles mit sich machen lässt.
Alex ist am Anfang ein arroganter Arsch, der mit allen Mitteln versucht, Indie irgendwie loszuwerden. Mit der Zeit merkt er, dass sie ihm gut tut und ihn erdet. Dennoch gibt er es lange nicht vor sich, Indie und den Anderen zu. Die Annäherung beginnt im zweiten Drittel und ist in meinen Augen recht derb, denn Indie unterwirft sich ihm total.
Die Veränderung beziehungsweise die Umverteilung der Rollen gefiel mir nicht besonders und hat die Story sehr ins Negative gebracht.
Das Ende entschädigt wieder etwas für den vorherigen Verlauf der Geschichte, da es dadurch wieder authentischer wird und es trotz allem nicht zu kitschig wird.
Das Bandleben wird relativ realitätsnah beschrieben, die ganzen Lügen und Intrigen, der Missbrauch von Drogen und Alkohol, das Zusammenleben mit den anderen Bandmitgliedern und die Journalisten mit ihren eigenen Wahrheiten, zeigen, dass Ruhm nicht alles ist und das Leben im Rampenlicht nicht einfach ist.
Der Schreibstil ist sehr flüssig und man kommt gut durch die Geschichte, auch wenn ich des Öfteren den Kopf über das Verhalten von Alex und Indie schütteln musste.

Nette Rockstargeschichte, die mich nicht von vorn bis hinten überzeugen konnte. Teilweise hat sie mich zum Verzweifeln gebracht, da ich mit der Veränderung mancher Protagonisten nicht klar kam. Aber schöner Start und Ende, der etwas entschädigt hat.

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