Sonntag, 27. Oktober 2019

Noch so ein Arbeitstag und ich dreh durch!


Kaum etwas Neues


von Martin Wehrle 

Broschiert: 368 Seiten
Verlag: Mosaik (September 2018)
ISBN: 9783442393268
Genre: Sachbuch


Werbung (gemäß §2 Nr.5 TMG)
Vorab Hinweis: Zwar wurde mir ein kostenloses Exemplar zur Verfügung gestellt, dies hat aber keinerlei Einfluss auf meine nachfolgende Meinung.

„Noch so ein Arbeitstag und ich dreh durch!“ Wie vielen von uns ist dieser Gedanke schon so oder in leicht abgewandelter Form durch den Kopf gegangen, wenn die Kollegen und/ oder der Chef mal wieder nur mit viel Geduld zu ertragen waren oder Kunden die seltsamsten Ansprüche oder Ideen hatten.

Daher war ich sehr gespannt, welche Beispiele Martin Wehrle vom alltäglichen Wahnsinn vorstellt und vor allem, welche Lösungsansätze er präsentiert.

Leider muss ich sagen, dass die erhofften Lösungsansätze eher recht schwammig und nebulös waren und auch seine Beispiele brachten leider kaum etwas Neues. Jeder, der einen halbwegs großen Bekanntenkreis hat, wird den Großteil der Beispiele aus Erzählungen seines Umfeldes bereits kennen, wie etwa den Fall des gutmütigen Herrn X, der immer allen hilft, Überstunden macht und sich nur ausnutzen lässt. Oder Berichte über endlose Meetings, die eher der Selbstbeweihräucherung des Vorgesetzten dienen, als dass sie sinnorientierte Veranstaltungen wären.

Allerdings hat es mich in erster Linie nicht einmal gestört viel Altbekanntes zu lesen, doch selbst innerhalb des Buches hatte ich immer wieder das Gefühl, dass Herr Wehrle sich regelmäßig wiederholt. Auch den Witz und Humor, der mich bei „Ich arbeite in einem Irrenhaus“ gut unterhalten hat, habe ich leider vermisst.

Alles in allem fand ich das Buch nicht schlecht, doch ich hatte mir mehr davon versprochen: mehr Neues, konkretere Aussagen. Für mich der positivste Punkt: das Buch hat mir das ein oder andere wieder genauer ins Gedächtnis gerufen und mich so zum Nachdenken angeregt. Daher auch drei von fünf Sternen.

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