Mittwoch, 1. Januar 2020

Leuchtende Tage

Buchdetails:

Erscheinungsdatum: 25.10.2019

Verlag: Dtv Verlagsgesellschaft

Buchlänge: 480 Seiten

ISBN: 9783423262265

Genre: Roman








Die Werbeanzeige für „Leuchtende Tage“ von Astrid Ruppert klang nach meinem Lesegeschmack. Außerdem fand ich das Buchcover ansprechend.  
Es ist der erste Band einer Trilogie, erschienen am 25.10.2019 beim dtv-Verlag. 

Die Geschichte beginnt damit, dass die junge Lisette Winter ihr wohl behütetes, gut betuchtes Elternhaus für ihre Liebe zu dem Schneider Emile verlässt. Lisette ist ein eigenwilliger Charakter und bestrebt ihre eigenen Wege zu gehen. Sie hat Spaß an der Arbeit und will sich nicht von ihren strengen Eltern mit einem Mann ihres Standes vermählen lassen. 
Lisette hat die Nase voll von zugeschnürten Kleidern und entwirft ihre ganz eigene bequeme Kleidung. 
In einem zweiten Handlungsstrang lerne ich Lisettes Urenkelin Maja kenne, die für sich noch nicht den passenden Lebensweg gefunden hat. Wird sie ihn finden, indem sie die Lebensgeschichte ihrer Großmutter aufarbeitet? 

Buchautorin Astrid Ruppert hat einen angenehmen, gut verständlichen Schreibstil. Sie beherrscht die Kunst des Schreibens. Die Story ist nett erzählt, untermalt mit lebendigen Bildern. 
Trotzdem plätschert die Handlung in der ersten Hälfte des Buches vor sich hin. Hier hätte ich mir mehr Spannungsmomente gewünscht. 
Erst nach ca. 300 Seiten packt mich die Geschichte. Jetzt lässt Astrid Ruppert auch die erhofften geschichtliche Hintergründe einfließen. Für meinen Geschmack etwas zu spät. 

Die Handlung springt zwischen Vergangenheit und Gegenwart hin und her, wobei dem Vergangenheitsstrang mehr Gewichtung zuteil wird. Daher wirkt der Gegenwartsstrang für mich farblos und unbedeutend. Maya ist meines Erachtens skizzenhaft inszeniert, so dass sie mir bis zum Schluss fremd bleibt. Sicher soll hier Raum für den nächsten Band der Trilogie gegeben werden, dennoch hätte ich mir eine tiefer gehende Charakterdarstellung der Maya gewünscht. 
Lisettes Geschichte hat mich berührt und bewegt. Ihre Persönlichkeit ist eindrucksvoll dargestellt. Eine kreative junge Frau, mit der ich sympathisieren konnte. Der heimliche Star der Geschichte ist für mich der Schneider Emile. Er hat mein Herz im Sturm erobert. 

„Leuchtende Tage“ - ein emotionaler Roman über Frauen, für Frauen, dem meines Erachtens vor allem in der ersten Hälfte der Geschichte etwas mehr Pep gutgetan hätte. 
Die Geschichte macht Mut eigene Wege zu gehen und sich gegen alle Widrigkeiten durchzusetzen. 

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