Donnerstag, 30. Januar 2020

PaNia - Die Legende der Windpferde

Geheimnisvoller und spannender Auftakt 



von Sabine Giebken

Gebundene Ausgabe: 304 Seiten
Verlag: Magellan  (Januar 2020)
ISBN: 9783734847257 
empfohlenes Alter: ab 11 Jahren
Genre: Kinder-/Jugendbuch


Werbung (gemäß §2 Nr.5 TMG) Vorab Hinweis: Zwar wurde mir ein kostenloses Exemplar zur Verfügung gestellt, dies hat aber keinerlei Einfluss auf meine nachfolgende Meinung.
 
Als kleines Mädchen hat Nia einige Jahre bei Tante Lisbeth in Windheim gewohnt. Nachdem sie sie jahrelang nicht mehr gesehen hat, kehrt Nia nun mit ihrer Familie zurück, um sich um ihre Tante zu kümmern. Der Empfang durch Lisbeth, die inzwischen an Demenz zu leiden scheint, ist allerdings alles andere als herzlich.

Auch die übrigen Windheimer scheinen nicht viel von ihrer Ankunft zu halten, nichtmals Nias ehemalige Sankastenfreundin Cora ist sonderlich nett zu ihr.
Daher streift Nia allein durch das abgelegeneWindheim und den angrenzenden Wald, auch wenn sie mehrfach gewarnt wird, dass sie auf den Wegen bleiben muss.

Bei einem ihrer Ausflüge entdeckt Nia ein wunderschönes, schwarzes Pferd. Wie magisch angezogen steigt sie auf und galoppiert mit ihm durch den Wald - bis ein geheimnisvoller Reiter sie stoppt und das schwarze Pferd mitnimmt. Wer ist dieser Junge und wo kommt er her? Welche Verbindung hat er zu dem Pferd?

Nia ist neugierig und setzt alles daran, das Pferd wiederzufinden. Dabei trifft sie immer wieder auf unerklärliche Dinge. Straßenzüge, die die Windheimer nicht kennen, ein beängstigendes Flüstern im Wind, die Legende der Windpferde.

Sabine Giebken schafft es scheinbar mühelos eine mystische Atmosphäre zu erschaffen, die mal heiter, mal bedrohlich wirkt. Auch ohne Nias Entdeckungen ist schnell klar, dass irgendetwas in Windheim nicht mit rechten Dingen zugeht. Da ist Johannes, der vor zwanzig Jahren verschwand und von dem nie eine Spur gefunden wurde, der seltsame Wind, der ein Eigenleben zu haben scheint, die ständigen Warnungen vor dem Wald und Tante Lisbeths eigenartigen Aussprüche.

Nia war mir von Anfang an sympathisch und sie tat mir auch von Beginn an leid. Sie ist eine Außenseiterin, die nichtmals Halt in ihrer Familie zu haben scheint. Wobei ich mir genau genommen nicht ganz sicher bin, wie die Familienverhältnisse eigentlich genau sind. (Auch in diesem Punkt lässt uns die Autorin bislang im Unklaren.) Zumindest aber scheinen Ben und die hochschwangere Sammy Nia aufgezogen zu haben. Allerdings ist mir vor allem Sammy extrem unsympathisch. Sie kümmert sich nur um sich selbst und alle anderen dürfen keine Schwierigkeiten machen, vor allem Nia (und Lisbeth) nicht. Zudem sagt sie offen, dass sie Nia für sonderbar hält. Egal, ob leibliche Mutter oder Ziehmutter, ihr Verhalten geht gar nicht und sie ist für mich die furchtbarste Person in diesem Buch.

Tante Lisbeth kann ich bislang noch nicht einschätzen und ich bin sehr gespannt, wie sie sich ihre Figur entwickeln wird. Es ist jedenfalls klar, dass sie weit mehr weiß, als die meisten Windheimer. Daher habe ich auch einen sehr starken Verdacht, wo sie wirklich während der Jahre war, die sie angeblich in den USA verbracht hat. Aber warum ist sie zurückgekehrt?

Ihr seht, es sind viele Fragen offen geblieben, doch sie sind ganz sicher nicht der alleinige Grund, weshalb ich mich jetzt schon auf den nächsten Band freue (obwohl ich ja eigentlich viel zu alt dafür bin). Mir gefallen die Charaktere, das Setting und vor allem die schon erwähnte, tolle Atmosphäre.

Für mich ein wunderbares Buch voller Magie, Mystik und Geheimnisse, das ganz sicher nicht nur Pferdeliebhaber begeistern wird.








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