Donnerstag, 27. Februar 2020

Anouks Spiel

von Akram El-Bahay




  • Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
  • Verlag: Ueberreuter Verlag; (17. Februar 2020)
  • ISBN-13: 978-3764151683
  • empfohlenes Alter: 11 - 13 Jahre
  • Genre: Kinderbuch 
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Dieses Buch wurde mir kostenlos vom Verlag zur Verfügung gestellt. Dies hat keinerlei Einfluss auf meine nachfolgende Meinung!


Als Anouk an ihrem 13. Geburtstag einen ganz besonderen Wunsch äußert, verschwindet ihre Schwester wie vom Erdboden. Es gibt eine Möglichkeit, den Wunsch rückgängig zu machen: das magische Spiel. In vier Runden muss sie es schaffen, den dunklen Prinzen zu schlagen, erst dann erhält Anouk ihre Schwester zurück. Mit jedem Zug muss sie Mitgefühl, Mut und Weisheit beweisen. Doch der dunkle Prinz ist ihr stets einen Schritt voraus. Wie kann sie am Ende nur als Siegerin hervorgehen?

Das Cover zeigt die verschiedenen Spielewelten und wichtige Protagonisten und gibt so einen ersten Einblick in die Geschichte.
Den Wunsch, seine Eltern für sich alleine zu haben, kann wohl jedes Kind mit Geschwistern nachvollziehen. Doch ist es für Anouk ein großer Schock, als Maya dann doch auf einmal weg ist. Ihr wichtigstes Ziel, dieses Spiel zu gewinnen, verfolgt sie mit aller Macht. Doch mit jeder Runde wird ihr klar, dass man jemanden nur retten kann, wenn man Verluste hinnimmt und sich teils auch aufopfert und entscheidet, was einem wirklich wichtig ist. Wie wird die Rettung von Maya ausgehen?
Die Charaktere waren sehr unterschiedlich, Anouk, die mit jeder Aufgabe über sich selbst hinauswächst, aber auch immer wieder kurz vor dem Verzweifeln ist. Zum Glück findet sie auf ihrer Reise Freunde, die ihr oft gute Tipps geben. Pan, der Affe, Verzeihung Schimpanse, ist nie um Worte verlegen und war mir teils etwas zu überheblich. So sind die Sympathiepunkte für mich nicht ganz bei hundert Prozent, aber er lockerte Situationen oft mit seinem Humor auf.
Ki hingegen war mein absoluter Sympathieträger, der mit Anouks Denkweise völlig konform war und ein treuer Begleiter war.
Auch der dunkle Prinz kam mit seiner dunklen Seite gut beim Leser an.
Die Story ist märchenhaft geschrieben und besticht durch die sehr bildlichen Beschreibungen. Die Vorstellungen der Örtlichkeiten waren überhaupt kein Problem und man meinte mit dabei zu sein. Es waren fantastische Welten mit außergewöhnlichen Bewohnern, die man sich super vorstellen konnte.
Auch die Moral kam beim Leser gut an, jeder geht den Weg, den er gehen möchte. Es gibt viele Weggabelungen und Entscheidungen, die man gehen kann. Und man merkt erst, wie wichtig einem jemand ist, wenn die Person nicht mehr da ist. Zusammenhalt, Mitgefühl, Mut und Freundschaft sind hier ganz großgeschrieben.
Zudem hat der Autor viele tolle Ideen in das Buch eingebunden, seien es Namen mit besonderer Bedeutung oder aber Begebenheiten, die an andere Bücher angelehnt sind oder ihm durch Begebenheiten und eigene Erlebnisse wichtig erschienen, um sie in das Buch zu packen.

Eine schöne, märchenhafte Geschichte, die einen in die verschiedensten Welten entführt und mit auf die Reise zur eigenen Person nimmt. Toller Schreibstil, der einen gewissen Zauber mit sich bringt und Spaß macht.

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