Samstag, 7. März 2020

9/11: Der Tag, an dem die Welt stehen blieb

von Mitchell Zuckoff




  • Gebundene Ausgabe: 704 Seiten
  • Verlag: S. FISCHER; (26. Februar 2020)
  • ISBN-13: 978-3103900118
  • Genre:  Sachbuch


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Dieses Buch wurde mir kostenlos vom Verlag zur Verfügung gestellt. Dies hat keinerlei Einfluss auf meine nachfolgende Meinung!

Es ist ein ganz normaler Dienstag im September. Die kleine Christine freut sich auf den Flug zu ihren Großeltern. John – Pilot bei United Airlines – verlässt im Morgengrauen leise das Haus, um Frau und Kinder nicht zu wecken. Ron nutzt die Fähre um sich auf ein Meeting im World Trade Center vorzubereiten…
9/11 ist das entscheidende Ereignis unseres Jahrhunderts. Nach fast 20 Jahren ist es Teil unserer Geschichte geworden. Mitchell Zuckoff rekonstruiert jede Minute dieses Morgens aus der Perspektive der Betroffenen. Es werden die Geschichten der Passagiere und Besatzungsmitglieder und der Menschen und Rettungskräfte in den Türmen und im Pentagon erzählt. Zuckoff erzählt Geschichten von Leid, Verlust, Mut und Selbstlosigkeit, die niemanden unberührt lassen.

Als ich das Buch im Programm des Fischerverlags entdeckt habe, war ich sofort sehr interessiert. Ich glaube fast jeder Mensch, ab einem gewissen Alter, weiß, was er an diesem Tag gemacht hat. Mich hat dieser Anschlag damals sehr berührt und ich fand es einen guten Ansatz, nochmals in die Ereignisse einzutauchen.
Zuckoff teilt das Buch in verschiedene Abschnitte. Kartenmaterial, die Kriegserklärung von Osama bin Laden, der Sturz vom Himmel, der Sturz zu Boden und der Aufstieg aus der Asche.
Der Autor beleuchtet die Ereignisse, die zu diesem tragischen Tag führen und gibt den Personen Gesichter. Er beschreibt die Menschen sehr genau, sei es das Aussehen und die Persönlichkeit, aber auch, wie ihr Leben bisher aussah, so dass man sich jeden gut vorstellen konnte und eine gewisse Beziehung und Mitgefühl aufbauen konnte. Man bekommt ein Gefühl, dabei gewesen zu sein und fühlt mit den Betroffenen mit.
Ich habe das Buch, trotz des Interesses an dem Thema, nicht an einem Stück lesen können, da es mich sehr mitgenommen hat. Dieses Buch berührt einen tief im Inneren und ich musste immer wieder unterbrechen.
Die Karten zu Beginn haben mir immer wieder geholfen, die nachfolgenden Ereignisse nachzuvollziehen und bei Unklarheiten nochmals zurückblättern zu können.
Sehr oft habe ich ein Ereignis gelesen und musste nach hinten blättern, um zu erfahren, ob diese Person überlebt hat. Meist wurde die Hoffnung nicht erfüllt.
Ebenso gab es die Liste der Gefallenen und einen zeitlichen Ablauf in Kurzform.
Mein Mann musste sich immer wieder kurze Passagen anhören, die mich besonders bewegt haben und manchmal musste ich beim Vorlesen auch unterbrechen und mich erst wieder fangen. Es war für mich ein emotionales Werk, bei dem immer wieder Tränen geflossen sind und man sich denkt, dass das Schicksal ein mieser Verräter ist. Es hat bei mir auch das Bedürfnis erweckt, anderen Menschen von der Geschichte und den Ereignissen zu erzählen. Ich musste reden und sagen, wie sehr es mich bewegt hat. Das Buch zeigt auch, wie viel Mut viele Menschen aufgebracht haben, um anderen zu helfen. Es gibt die Ereignisse dieses Tages in ihrer ganzen Tragik an den Leser weiter. Es zeigt die Problematik in der Kommunikation, seien es die Unterhaltungen zwischen den Flugzeugen und dem Bodenpersonal oder auch in den Türmen, zwischen der Notrufnummer und den Opfern beziehungsweise zwischen den Rettern.

Für die Betroffenen wird es immer ein Davor und Danach geben, es wird sich bis zu ihrem Tod in ihr Gedächtnis eingebrannt haben, doch auch für mich war es ein bewegendes und emotionales Buch, dass mir einen Einblick in die Schicksale vieler Menschen geben konnte. Es lässt einen garantiert nicht kalt, aber teils ist man einfach sprachlos über die Ereignisse, Schicksale und den Mut, den so viele Menschen aufgebracht haben. Wer sich für das Geschehen interessiert, sollte unbedingt zu diesem Buch greifen!

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