Donnerstag, 2. April 2020

Blogtour: Der blaue Pomander


Herzlich Willkommen zu Tag 4!


Als die Anfrage kam, ob ich Lust hätte bei der Blogtour zu „Der blaue Pomander“ von Sophie Oliver dabei zu sein, war meine erste Frage, was denn wohl ein Pomander überhaupt ist. Zu meiner Erleichterung konnte mir niemand, den ich gefragt habe, auf Anhieb die richtige Antwort geben. Falls ihr ebenfalls Fragezeichen im Gesicht habt, hier die Auflösung:

Ein Pomander - auch Bisamapfel, Riechapfel oder Moschuskugel genannt – ist ein meist kugelförmiger Duftbehälter. Er wurde normalerweise ebenso fein und sorgfältig gearbeitet, wie ein Schmuckstück und bestand aus (Edel)metall oder für die einfacheren Leute auch aus Holz.


Das Innere wurde mit einer Duftpaste, Moschus, Kräutern oder mit anderen duftenden Substanzen gefüllt. Er diente zum einen dazu, den eigenen Körpergeruch zu überdecken, vor allem aber wurde ein Pomander quasi als Allheilmittel gegen alles Mögliche getragen. Besonders im Mittelalter und während der Renaissance waren Pomander sehr beliebt.

Eigentlich geben die Gentlemen vom Sebastian Club nicht allzu viel auf das Gerede einer Mörderin, die scheinbar versucht sich vor dem Galgen zu retten, indem sie kryptische Hinweise auf einen Pomander mit angeblichen Heilkräften gibt. Doch die Umstände zwingen die Ermittler dazu, sich dennoch auf die Suche zu begeben. Ob der blaue Pomander tatsächlich Heilkräfte hat (und überhaupt gefunden wird), werde ich euch hier zwar nicht verraten, aber Tatsache ist, dass ein Pomander je nach Inhalt zum Beispiel das Herz stärken oder Kopfschmerzen lindern sollte. Zudem sollten die Düfte vor allerlei Infektionen schützen können. Insbesondere zu Pestzeiten waren Pomander daher weit verbreitet.

Doch nicht nur im Mittelalter wurden Düfte zu Heilzwecken eingesetzt. Etwa vom 17. Jahrhundert an bis hinein in das 20. Jahrhunderts wurde bei Schwindel- und Ohnmachtsanfällen den Betroffenen Riechsalz unter die Nase gehalten. Auch Heutzutage werden noch gezielt Düfte eingesetzt, um das Wohlbefinden zu steigern. Ätherische Öle finden sich in Erkältungssalben oder Badezusätzen und nicht zuletzt setzt die Aromatherapie diverse Düfte ein.

Gerne hätte ich euch an dieser Stelle nicht nur etwas über heilsame, sondern auch etwas über tödliche Düfte erzählt (immerhin handelt es sich bei „Der blaue Pomander“ um einen Krimi), aber aller Recherche zum Trotz, habe ich nicht wirklich etwas gefunden. Natürlich gibt es zahlreiche toxische Gase, aber keinen tödlichen Duft in dem Sinne. Doch da ich hier ja auch keinen auf dumme Gedanken bringen will, ist es vielleicht ja auch ganz gut, dass ich nichts gefunden habe 😉

Da wir hoffen, dass ihr immer noch nicht genug habt, schaut doch morgen bei
www.lesendes-federvieh.de  vorbei.
Alle bisherigen Beiträge findet ihr hier:
http://book-addicted.de/
https://wasliestlisa.blogspot.com/?m=1
https://happybooktime.de/
Und wenn euch nicht nur „Der blaue Pomander“ interessiert, findet ihr unter den folgenden Links auch Infos zu den ersten beiden Fällen:




6 Kommentare:

  1. Hallo Hallo.

    Ein sehr interessanter Beitrag zur Blogtour. Da haben sicherlich viele etwas gelernt.

    LG Lisa

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  2. Per Mail hat uns noch ein Kommentar erreicht, den wir hier sehr gerne veröffentlichen:

    "Hallo und guten Tag,
    interessante Vorstellung mit dieser Pomander und ihrer Heilungskraft oder?
    Hm, in der heutigen Zeit wären sicherlich Autoabgase....ein tödlicher Duft oder?
    Danke für den heutigen Beitrag zur Blogtour..LG..bleibt gesund..Karin.."

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    1. Liebe Karin, stimmt, Abgase sind sicherlich alles andere als gesundheitsförderlich. Bei einem tödlichen Duft hatte ich irgendetwas gut riechendes im Sinn, aber da bin ich tatsächlich nicht fündig geworden.
      Bleib Du auch gesund. Liebe Grüße, Meike

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  3. Hallo liebe Meike,

    auf deinen Beitrag war ich ja besonders gespannt, das mit den Düften klang nämlich echt vielversprechend und sehr spannend! Mit deinen informativen Rechercheergebnissen hast du meine Erwartungen sogar noch weit übertroffen! Danke dafür! :D

    Ganz herzliche Grüße und bleib gesund,
    Kathi

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  4. Hallo Meike,
    einen wirklich interessanten Beitrag hast du geschrieben. Da kann ich jetzt mit Fremdwissen glänzen wenn mich beim Blick in mein Bücherregal mal wieder jemand fragt "Ähm, was ist denn ein Pomander?" :-D

    Liebe Grüße,
    Steffi

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