Sonntag, 19. April 2020

Fionrirs Reise


Schöne und lehrreiche Geschichte

von Andreas Arnold
Broschiert: 337 Seiten
Verlag: Reimheim-Verlag (Februar 2017)
ISBN: 9783945532102
Genre: Kinderbuch/ Fantasy

Werbung (gemäß §2 Nr.5 TMG) Vorab Hinweis: Zwar wurde mir ein kostenloses Exemplar zur Verfügung gestellt, dies hat aber keinerlei Einfluss auf meine nachfolgende Meinung.


Endlich ist Fionrirs Geburtstag da. Nicht nur, dass er lange darauf gewartet hat (denn Drachen feiern nur alle sieben Menschenjahre Geburtstag) nein, es ist auch ein ganz besonderer Geburtstag: sein siebter. Nun wird Fionrir endlich wie ein Erwachsener behandelt werden.

Ein besonderer Geburtstag erfordert natürlich auch ein ganz besonderes Geschenk. Doch Fionrir ist wie vom Donner gerührt, als er sein Geschenk sieht, denn es stellt seine bisherige Welt auf den Kopf. 

Um alles wieder ins rechte Lot zu bringen, begibt er sich auf eine spannende Reise, bei der es viele Abenteuer zu bestehen gibt.

„Fionirs Reise“ ist der erste von drei Bänden, in denen uns der Autor Andreas Arnold von Fionrirs – Fios – spannenden und auch lehrreichen Abenteuern erzählt. So ganz wusste ich nicht, was mich erwartet, als ich den ersten Band aufgeschlagen habe, doch Fionrir hat ganz schnell mein Herz erobert. Er ist ein kleiner Drache, der sein Herz auf dem rechten Fleck hat. Trotzdem steckt auch er voller Vorurteile. Doch im Laufe der Reise lernen Fio und seine Begleiterin Prinzessin Quirina über ihren eigenen Schatten zu springen und offen aufeinander und auf andere zuzugehen, auch wenn das ist nicht immer leicht ist. Sie lernen einander zu vertrauen und schließen neue Freundschaften. Die beiden treffen auf Hasen und Esel und natürlich auf die Wölfe, die gar nicht so furchteinflößend sind und sich sogar als gute Freunde entpuppen.

Die einzelnen Kapitel sind nicht allzu lang, so dass sie sich zum Beispiel gut zum Vorlesen eignen. Jedes Kapitel endet mit einer wunderbaren Zeichnung.

Der Schreibstil ist kindgerecht, flüssig und leicht zu lesen. Gerade Quirinas kleiner (oder eher großer?) Trotzkopf führte immer wieder zu Szenen, die mich schmunzeln ließen. Neben dem unterhaltenden Aspekt, schafft es der Autor auch zum Nachdenken anzuregen. Wie reagieren wir selbst auf Fremde? Was ist moralisch vertretbar? Haben wir vielleicht selbst Vorurteile?

Es gibt viele unerwartete Wendungen und alles wird mit sehr großer Liebe zum Detail erzählt. Hierin lag für mich allerdings leider auch die einzige Schwäche des Buches. Manche Dinge waren mir zu ausführlich geschildert, wodurch die für mich ansonsten spannende Geschichte teils dennoch etwas langatmig wurde.

Abgesehen davon hat mich Andreas Arnold mit seiner wunderbaren Geschichte über Freundschaft und Toleranz vollends überzeugen können und ich freue mich schon auf die nächsten beiden Bände.

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