Dienstag, 21. April 2020

Hasi und Patno lesen gemeinsam den 3. Band von: Die Schwestern vom Ku'damm - Tage der Hoffnung


„Die Schwestern vom Ku'damm" sind zurück. Heute erscheint der dritte Band der Trilogie beim Rowohlt Verlag. Buchautorin Brigitte Riebe widmet das Buch mit dem Titel „Tage der Hoffnung“ der jüngsten Thalheim-Schwester - Florentine. Sie kehrt von Paris nach Berlin zurück und möchte an der Hochschule der Künste Malerei studieren.
Es ist Zeit von 1958 bis 1963. Die Teilung Deutschlands schreitet weiter voran.
Ein Teil der Familie Thalheim lebt in Potsdam, der andere in Westberlin, wo sich auch das Modekaufhaus befindet. Viele Mitarbeiterinnen kommen aus dem Osten. Für sie wird es immer schwieriger, über die Grenze zur Arbeit zu kommen. Stück für Stück wächst die Mauer, die Kontrollen verschärfen sich und eines Tages stehen sich am Checkpoint Charlie dann russische und amerikanische Panzer gegenüber …
Hasi: Was mich bei diesem Buch neben Floris Geschichte besonders bewegt, ist die politische Lage. Zwischen Ost und West kommt es immer öfter zu Konflikten und zum (atomaren) Wettrüsten, die Kubakrise fällt in die Zeit und natürlich der Mauerbau. Da gibt es auch eine Parallele zur heutigen Zeit - die Hamsterkäufe! Brigitte Riebe ist wieder ganz nah am Puls der Zeit. 
Ich bin ja in der DDR aufgewachsen, war 14 als die Wende kam und obwohl wir früher auch ab und zu in Berlin waren, aber ich kann mich an die Grenze (als Bauwerk) nicht richtig erinnern. Man kam ja nicht wirklich bis ran. Überhaupt fällt es mir immer schwerer, mich an ein geteiltes Berlin zu erinnern - mein Bruder wohnt heute sogar auf dem ehemaligen Mauerstreifen in Mitte. Wie sieht das bei dir aus Patno? 

Patno: Ich finde es auch beeindruckend , wie bilderreich Brigitte Riebe hier das Zeitgeschehen widerspiegelt. Gekonnt bindet sie Fakten aus Politik, Kultur, Musik und Gesellschaft in ihre Story ein. Klasse!
Am meisten staune ich wie sich die junge wilde Florentine in Paris entwickelt hat. Inzwischen weiß sie genau, was sie will. Das imponiert mir. Sie erobert mein Herz im Sturm.
Selbstbewusst kämpft sie um einen Studienplatz. Ich bewundere ihr Talent für die Malerei. Brigitte Riebe beschreibt dies so wunderbar:
Was beim Malen in ihr sang, klang wie Zwölftonmusik. Keine Spur von Harmonie, und doch passte alles auf verblüffende Weise zusammen. Es war so unglaublich laut, die Musik in ihrem Kopf ebenso wie die komplementären Kontraste in ihrer Malerei.“ (Auszug aus dem Buch)
Ich fliege durch die Seiten und mag das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.

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