Freitag, 14. August 2020

Schattenkind

Buchdetails:

Erscheinungsdatum: 15.07.2020

Buchlänge: 221 Seiten

Herausgeber: independently published

Genre: Roman










Eva Lirot hat ein neues Buch am Start, nicht wie üblich einen Psychothriller, sondern diesmal einen Roman.  
Es geht an die Nordküste Cornwalls. Wäre da nicht das düstere Cover, könnte man meinen, die Buchautorin hat ihre romantische Ader entdeckt. 
So jedenfalls beginnt die Story. Eine junge Frau namens Luna Walker will der versnobten Londoner Gesellschaft entfliehen. Sie hat von ihrer Tante ein kleines Häuschen in Bude geerbt. 
Im zweiten Kapitel kommt Robert Byrne in die Geschichte. Er stammt aus der Gegend, kehrt allerdings nur zurück, um sein Elternhaus endlich zu verkaufen. Mit seiner Freundin Jessie läuft es momentan nicht rund. 
Robert und Luna begegnen sich im Pub. Bahnt sich etwas zwischen den beiden an? Weit gefehlt. 
Typisch für Eva Lirots Roman-Aufbau betritt im dritten Kapitel „Der Spieler“ die Bühne und mich beschleicht die Vermutung, die Autorin driftet wieder in das Thrillergenre ab. Es wird mystisch hinter der imposanten Kulisse Cornwalls. Ich bin gespannt, wohin mich die Geschichte führt. 

Jedes Jahr verschwinden Menschen in Bude. Die Küstenbewohner sind abergläubisch und vermuten, dass sie vom fahlen Seemann geholt wurden. Der Sage nach ist dieser dazu verdammt, über die Meere zu fahren, bis ihn jemand aus der Einsamkeit erlöst. 
Abwechselnd kommen nun Luna, Robert und der Spieler zu Wort und erzählen aus ihrer Alltag. Der Spieler ist mir unheimlich. Ein Psychopath? Ein Serienkiller? Oder etwa eine zum Leben erweckte Sagengestalt? 
Gefesselt verfolge ich das Geschehen. 
Was führt der Spieler im Schilde? Ist Lunas Leben in Gefahr? Welche Rolle spielt Robert und wird es ein Happy End geben? Ich kann nicht aufhören zu lesen, suche nach Antworten auf meine Fragen. 
Eva Lirot erzählt ihre Geschichte locker und lebendig. Sie gewährt wieder Einblicke in die Abgründe der menschlichen Seele und beeindruckt mit interessanten Wendungen. Im Finale präsentiert sie eine sensationelle Auflösung. 
Nichts ist, wie es scheint! Dieses Ende hatte ich nicht auf dem Schirm. Ich bin baff und bleibe nachdenklich zurück. 
Grandios inszenierter Lesestoff abseits des Mainstreams. 

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