Montag, 17. Mai 2021

Blütengrab

 

von Ada Fink

 
Verlag: Wunderlich (März 2021)
Broschiert: 448 Seiten
ISBN: 9783805200592
Genre: Thriller


Werbung (gemäß §2 Nr.5 TMG): Hinweis: Zwar wurde mir ein kostenloses Exemplar zur Verfügung gestellt, dies hat aber keinerlei Einfluss auf meine nachfolgende Meinung.

 

 

Kommissarin Ulrike Bandow – Ulli - und ihr neuer Kollege Ingo Larssen haben auf den ersten Blick nicht viel gemeinsam. Sie stammt aus Ostdeutschland, er aus dem Westen, sie haben unterschiedliche Arbeitsweisen und mal mehr mal weniger klischeehafte Vorurteile gegenüber den West- bzw. Ostdeutschen. Doch zwei Dinge haben sie auf jeden Fall gemein: sie verfügen über den gleichen, starken Gerechtigkeitssinn und sie haben einen ersten gemeinsamen Fall. In einem Waldstück bei Wussnitz in Mecklenburg wird die Leiche eines Mädchens entdeckt. Sie ist über und über mit Runen bedeckt und liegt auf einem Meer aus Blütenzweigen.

Die Spuren führen die ungleichen Ermittler nicht nur tief zurück in die deutsch-deutsche Vergangenheit, sie stoßen auch auf einen Serienmörder, der nun offenbar an den Ort zurückgekommen ist, wo damals alles begann.

Der Einstieg in Ada Finks Thriller ist mir ein wenig schwergefallen, da ich ihren Schreibstil als etwas sperrig und nicht so flüssig empfunden habe. Viele Details werden sehr ausgiebig dargestellt, andere, in meinen Augen wichtigere Aspekte, dafür teilweise nur kurz angerissen. Vielleicht lag es auch daran, dass ich nicht so leicht Zugang zu den beiden Ermittlern bekommen habe. Ebenso wie sie sich aneinander gewöhnen müssen, musste auch ich mich erst an sie gewöhnen. Beide sind sehr eigen, teilweise verschlossen und jeder von beiden schleppt sein Päckchen aus der Vergangenheit mit.

Der Fall an sich ist spannend, die Atmosphäre in der Zeit nach der Wende wird gut eingefangen und nach den anfänglichen Schwierigkeiten hat es die Autorin auch wunderbar geschafft, mich zu fesseln. Dies lag vor allem auch daran, dass sie es schafft unvorhersehbare und dennoch passende Wendungen einzubauen.

Mein größter Kritikpunkt ist allerdings nicht der Schreibstil, sondern dass die Autorin meiner Meinung nach zu viele Themen unterbringen wollte. So geht es unter anderem um Pädophilie und Mädchenhandel, um Nazis und die RAF, ebenso wie um die Stasi. Mir persönlich hätte es besser gefallen, wenn sich die Autorin auf weniger Themen konzentriert hätte.

Doch trotz aller Kritik wurde ich gut unterhalten und manche Ideen waren wirklich großartig. Daher gibt es von mir 3,5 von 5 Sternen.

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