Montag, 13. Juni 2022

Kinderklinik Weißensee

 

  • Autorin: Antonia Blum
  • Herausgeber: Ullstein Taschenbuch
  • Seitenzahl: 432 Seiten
  • ISBN-13: 978-3548064055
  • Genre: historischer Roman 

 

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Dieses Buch wurde mir kostenlos zur Verfügung gestellt. Dies hat keinen Einfluss auf meine Meinung!

 

 

INHALT:

Berlin 1911: Die Kinderklinik Weißensee ist die erste kommunale Kinderklinik Preußens und mit ihrer hochmodernen Ausstattung, eigener Milchkulturanstalt und guten Heilungserfolgen weit über Deutschland hinaus bekannt. Es ist eine große Ehre dort als Schwesternschülerin arbeiten zu dürfen. Die Waisenschwestern Marlene und Emma können ihr Glück kaum fassen, dass sie wirklich einen Platz in der Klinik bekommen haben, denn eigentlich stammen alle Elevinen aus bestem Hause.

Marlene ist sehr wissenshungrig und lässt sich so schnell nichts vormachen. Sie möchte den kleinen Patienten helfen und merkt mit der Zeit, dass sie mehr machen möchte, als immer nur Kinderschwester zu bleiben. Durch einen Vortrag des berühmten Kindermediziners Professor Czerny ist sie sich dann ganz sicher – sie möchte Kinderheilkunde studieren und Kinderärztin werden. Ein Wunsch, der eigentlich unerreichbar für sie scheint. Emma ist eher schüchtern und ängstlich, aber sie geht voll in der Rolle, der Kinderschwester auf. Für sie steht fest, dass sie alles für ihre kleinen Patienten tun wird, damit sie sich in der Klink wohlfühlen. Weiß sie doch selbst, wie schmerzlich es ist, wenn man seine Eltern vermisst.

Eigentlich waren Marlene und Emma immer ein eingespieltes Team und haben alles gemeinsam gemeistert. Doch je erfolgreicher Marlene wird, umso mehr entfernt sich Emma von ihrer Schwester. Das Marlene auch noch heimlich in den Assistenzarzt Doktor Maximilian von Weilert verliebt ist, ist ein weiterer Punkt, der die Schwestern immer mehr voneinander entfernt. Als der kleine Patienten Fritz am seidenen Faden hängt, müssen sie zusammenhalten, damit sie ihre Aufgabe erfüllen können: den Kindern zu helfen!

 

MEINUNG:

Historische Roman gehören normalweise nicht zu meinen bevorzugten Genres, doch der Klappentext und das Cover haben mich neugierig gemacht. Also habe ich mich an einen historischen Roman gewagt und bin wirklich nicht enttäuscht worden. „Kinderklinik Weißensee“ ist eine sehr tolle Geschichte über zwei Schwestern, die ein festes Band zusammenhält. Auch wenn sie sich zeitweise ziemlich auseinandergelebt haben und sich aus dem Weg gehen, wusste ich direkt, dass sie irgendwann wieder zusammenfinden.

Beide Schwestern haben mir sehr gut gefallen, gerade weil sie so unterschiedliche Charaktere sind. Marlene, die alles was mit Medizin zu tun hat aufsaugt und den Wunsch hegt Kinderärztin zu werden. Dann auch noch die heimliche Affäre mit Maximilian von Weilert. Marlene hat mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen, damit ihre Wünsche in Erfüllung gehen.  Ob Maximilian wirklich immer zu ihr steht, auch wenn seine Familie sie ablehnt, war mir nie so ganz klar. Da konnte ich ihn wirklich nicht durchschauen. Ist er und seine Liebe zu Marlene wirklich so stark, dass er jederzeit zu ihr steht? Das hat mich wirklich sehr interessiert. Bei Emma hat man immer wieder gespürt, wie sehr sie in ihrer Rolle als Kinderschwester aufgeht und was sie dafür alles in Kauf nimmt. Für mich war sie die Stärkere der Schwestern. Sie hat immer wieder für alles gekämpft und so einige Niederlagen hinnehmen müssen.

Beiden Schwestern habe ich gewünscht, dass sie ihre Ziele und Wünsche verwirklichen können und einfach ein glückliches Leben führen. Denn beide haben es verdient. „Kinderklinik Weißensee“ gibt es in 3 Bänden und ich bin mir sicher, dass ich auch die Folgebände lesen werde. Für mich war dieser historische Roman der Weg in ein neues Genre.

 

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