Sonntag, 10. März 2019

Psyche? Hat doch jeder!

von Lena Kuhlmann





  • Broschiert: 256 Seiten
  • Verlag: Eden Books (3. August 2018)
  • ISBN-13: 978-3959101509
  • Genre: Ratgeber Psyche







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Dieses Buch wurde mir kostenlos vom Verlag zur Verfügung gestellt. Dies hat keinerlei Einfluss auf meine nachfolgende Meinung!

Depressionen, Ängste, Essstörungen – psychische Erkrankungen sind weit gefächert und uns allen ein Begriff. Doch wie kommt es zu diesen Erkrankungen? Was kann man dann tun und was ist eigentlich die Psyche? Psychotherapeutin und Bloggerin Lena Kuhlmann erklärt auf charmante Art und Weise psychische Krankheiten und räumt mit Vorurteilen auf. Von der Aufklärung, wie es in psychiatrischen Einrichtungen heute zugeht und praktischen Tipps, um die Psyche in Schuss zu halten, bis hin zu Anekdoten und spannende Einblicke in ihre tägliche Arbeit, gibt sie hier einiges preis.
Hier kann man einen Blick hinter die Kulissen des Therapeutinnenalltags werfen.

Immer häufiger hört man, dass es Personen gibt, die an Burn-Out oder Ängsten und Zwängen leiden und noch immer wird hinter vorgehaltener Hand darüber gesprochen. Wieso kann man in der heutigen Zeit nicht endlich offener damit umgehen? Wieso ist es noch immer für den Betroffenen nicht möglich, darüber zu sprechen, ohne abgestempelt zu werden?
Genau aus diesen Gründen hat mich dieses Buch angesprochen. Ich wollte einen Blick hinter den Therapeutenalltag und in die Psyche der Menschen werfen.
Im ersten Abschnitt wird die Psyche näher beleuchtet, Freudsche Theorien werden ebenso erläutert, wie auch die Kindheit und die Bindung sich auf das weitere Leben auswirken.
Im zweiten Teil geht es um die Thematik, wann man zum Arzt sollte, was es für unterschiedliche Berufsbezeichnungen im Bereich Psychiatrie und Co gibt, wie die Therapie abläuft und was es für Alternativen gibt. Schon bei den Berufsbezeichnungen fand ich die Erklärungen sehr interessant, denn für mich als Laie war es immer ein Mysterium, wer was darf und was der Unterschied ist. Ebenso wurde erklärt, dass man mit einer Therapie einen gewissen Stempel aufgedrückt bekommt und die Psychiatrie ein großes Imageproblem aufweist.
Was kann man als Angehöriger überhaupt machen? Und was passiert, wenn es wirklich einen Notfall gibt? Diese Fragen werden in diesem Abschnitt näher erläutert.
In Teil III wird der Weg der Ausbildung bis hin zur Psychotherapeutin erklärt und wie diese arbeiten. Es stimmt nicht, dass sie nur in Sesseln sitzen und mal hier und da einen kurzen Kommentar abgeben, nein viel mehr steht hinter den Sitzungen auch viel Dokumentation und schon während der Sitzung ist das Klemmbrett für eventuelle Rückfragen oder Notizen nicht wegzudenken. So bekommt man einen Einblick in die Arbeit.
Im letzten Abschnitt geht es darum, wie man eine gesunde Psyche unterstützen kann. Was kann man selbst unternehmen, um sich wohlzufühlen, sich Zeit für sich selbst zu nehmen, aber auch, was die Autorin sich für die Zukunft als Psychotherapeutin wünscht.
Das Buch ist sachlich, aber auch für den Laien sehr gut verständlich. Die Autorin hat hier mit einem guten Schreibstil, persönlichen Anekdoten, etwas Humor und ganz viel Liebe zum Beruf ein tolles Buch erschaffen. Es ist ein Buch, das mit diesen ernsten Themen, wie Panikattacken, Ängsten oder Depressionen, aufräumt und sie verständlich zum Leser transportiert.

Ich wünschte, dieses Buch würde von vielen Menschen gelesen, damit man als Betroffener endlich keine Angst mehr haben müsste, zu seiner Krankheit zu stehen. Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Mir hat das Buch etwas Aufklärung gebracht und ich kann es nur empfehlen.

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