Montag, 27. Mai 2019

Im Garten Numen


Faszinierende Reise in die Finsternis


Im Garten Numen
von Erik R. Andara

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Vorab Hinweis: Zwar wurde mir ein kostenloses Exemplar zur Verfügung gestellt, dies hat aber keinerlei Einfluss auf meine nachfolgende Meinung.








Simon Heymanns Tochter Katharina ist scheinbar spurlos aus einer Einrichtung für Entzugstherapie verschwunden. Da die offizielle Suche nach ihr ergebnislos bleibt, nimmt Simon die Sache selbst in die Hand. Er hofft, dass er vor Ort doch noch einen Hinweis auf ihren Verbleib findet. Dass er dabei jedoch Pfade betreten muss, die er hinter sich gelassen zu haben glaubt, macht die Suche nicht gerade einfacher, denn sie führen ihn geradewegs zurück in die Finsternis.

Nachdem ich vor einigen Wochen in einer Kurzgeschichtensammlung (Der unmögliche Mord) das erste Mal etwas aus der Feder von Erik R. Andara gelesen habe, war ich sehr gespannt auf seinen Debüt-Roman „Im Garten Numen“. Die Geschichte beginnt ganz normal und harmlos: Simon sucht verzweifelt nach seiner Tochter und hofft, dass er in Fugenschlag, einem kleinen Dorf nur unweit des letzten bekannten Aufenthaltsortes von Katharina, doch noch Hinweise findet. Dabei erhofft er sich vor allem Hilfe von Kaplan Horak und von seiner Wirtin Frau Huber. Schon bald jedoch ist klar, dass nicht alles so normal ist und geheimnisvolle Dinge vor sich gehen, von denen der Kaplan – und alle (?) Dorfbewohner – mehr wissen, als sie zunächst zugeben.

Erik R. Andaras Schreibstil war von der ersten Seite an mitreißend und ich habe mit Simon mitgefiebert, obwohl ich immer noch nicht weiß, ob Simon mir überhaupt sympathisch war. Was verbirgt der Kaplan? Was geht in dem sogenannten Heim wirklich vor sich? Und wo ist Katharina? Ständig habe ich gerätselt, auf was die Geschichte hinauslaufen wird, doch mit dem Ende habe ich nicht gerechnet. Geschickt führt Erik R. Andara seine Geschichte in immer rätselhaftere und düstere Gefilde, bis er sie zu einem sehr stimmigen Abschluss führt, der mir sehr gefallen hat. (Leider kann ich an dieser Stelle nicht genauer darauf eingehen, ohne zu viel zu verraten.)

Einzig mit der Wortwahl hatte ich ab und an meine Schwierigkeiten, da ich über einige Begriffe regelrecht gestolpert bin. Insbesondere der „Eroberer-Wurm“ hat mich jedes Mal aus dem Lesefluss gerissen. Ich vermute aber mal, dass es dem Großteil der Leser dieser Geschichte nicht ebenso gehen wird.

Insgesamt kann ich nur sagen, dass „Im Garten Numen“ meine Erwartungen voll und ganz erfüllt hat, die nach der oben erwähnten, grandiosen Kurzgeschichte recht hoch waren, und ich weiß mit hundertprozentiger Sicherheit, dass ich in Zukunft immer wieder gerne zu Werken von Erik R. Andara greifen werde.

Wer nun nicht nur auf den Roman, sondern auch auf den Autor neugierig geworden ist, der findet hier das Interview, dass ich mit ihm führen durfte.

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